Anhang der konsolidierten Jahresrechnung 2017 der HOCHDORF-Gruppe

Grundsätze für die Konzernrechnungslegung

Allgemeines

Die konsolidierte Jahresrechnung der HOCHDORF-Gruppe steht in Übereinstimmung mit den Richtlinien Swiss GAAP FER (Fachempfehlungen zur Rechnungslegung), wobei das gesamte FER-Regelwerk eingehalten wird. Die konsolidierte Jahresrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. Die konsolidierte Jahresrechnung beruht auf dem Prinzip der historischen Anschaffungskosten und basiert auf den nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlüssen der Konzern­gesellschaften per 31. Dezember 2017.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis / Konsolidierungsmethode

Die konsolidierte Jahresrechnung der HOCHDORF-Gruppe umfasst die Jahresabschlüsse der Muttergesellschaft HOCHDORF Holding AG sowie aller Tochtergesellschaften, an denen eine kapital- und stimmenmässige Mehrheit besteht. Beteiligungen ab 20 % bis 50 % werden nach der Equity Methode konsolidiert.

Die konsolidierten Einzelabschlüsse der Unternehmungen werden den gruppeneinheitlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angepasst und nach der Methode der Vollkonsolidierung erfasst. Dabei werden die Aktiven und Passiven sowie die Aufwendungen und Erträge zu 100 % in die konsolidierte Jahresrechnung einbezogen und alle konzerninternen Beziehungen eliminiert. Wesentliche Zwischengewinne innerhalb der Gruppe werden bei der Elimination berücksichtigt.

Der Anteil der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis wird in der Konzernbilanz und -erfolgsrechnung separat ausgewiesen.

Kapitalkonsolidierung

Für die Kapitalkonsolidierung werden die Aktiven und Passiven der Beteiligungen auf den Zeitpunkt der Übernahme nach gruppeneinheitlichen Grundsätzen bewertet (Purchase-Methode). Ein nach dieser Neubewertung verbleibender Mehr- oder Minderbetrag (Goodwill/Badwill) der Beteiligung wird mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die konsolidierte Geldflussrechnung wird auf der Basis der konsolidierten Bilanz- und Erfolgsrechnung erstellt.

Währungsumrechnung

Jahresrechnungen von konsolidierten Gesellschaften in fremden Währungen werden wie folgt umgerechnet: Umlaufvermögen, Anlagevermögen und Fremdkapital zu Jahresendkursen (Stichtagskurs); Eigenkapital zu historischen Kursen. Die Erfolgsrechnung und die Geldflussrechnung werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral über das Eigenkapital verbucht. Die in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften enthaltenen Fremdwährungspositionen werden wie folgt umgerechnet: Fremdwährungstransaktionen zum Kurs am Transaktionstag (aktueller Kurs); am Jahresende werden Fremdwährungssalden erfolgswirksam zum Jahresendkurs (Stichtagskurs) umgerechnet. Die daraus entstehenden Kursdifferenzen sind in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.

 Erfolgsrechnung DurchschnittskurseBilanz Jahresendkurse
2017201631.12.201731.12.2016
1 EUR1.11191.09001.17021.0720
1 USD0.98320.98880.97451.0164
1 TND0.40820.45980.39020.4418
1 UYU0.03430.03290.03390.0346
1 ZAR0.07380.06760.07870.0743

Geldflussrechnung

Der Fonds «Flüssige Mittel» bildet die Grundlage für den Ausweis der Geldflussrechnung. Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit wird aufgrund der indirekten Methode berechnet.

Übersicht über Konzern- und assoziierte Gesellschaften


Konsolidierte Gesellschaften

Sitz

Funktion

Währung
 Kapital in Tausend
31.12.2017
Kapitalanteil
31.12.2017
Kapitalanteil
31.12.2016
HOCHDORF Holding AG  Hochdorf CH Holding CHF 14’348 100 % 100 %
HOCHDORF Swiss Nutrition AG Hochdorf CH Produktion CHF 30’000 100 % 100 %
HOCHDORF Nutricare AG 1 Hochdorf CH Handel CHF --- --- 100 %
HOCHDORF Baltic Milk UAB  Medeikiai LT Prod. u. Handel EUR 5’792 100 % 100 %
HOCHDORF Swiss Whey AG 2 Hochdorf CH Mantelgesellschaft CHF --- --- 100 %
Schweiz. Milch-Gesellschaft AG Hochdorf CH Mantelgesellschaft CHF 100 100 % 100 %
Marbacher Ölmühle GmbH  Marbach DE Prod. u. Handel EUR 2’000 100 % 100 %
Uckermärker Milch GmbH  Prenzlau DE Produktion EUR 10’000 60 % 60 %
HOCHDORF Americas Ltd Montevideo UY Handel UYU 3’283 60 % 60 %
HOCHDORF South Africa Ltd  Cape Town ZA Produktion ZAR 500 90 % 90 %
Pharmalys Africa S.à.r.l. Tunis TU Marketing TND 120 51 % 51 %
Pharmalys Laboratories SA Hochdorf CH Handel CHF 100 51 % 51 %
Pharmalys Tunisie S.à.r.l. 3 Sousse TU Produktion TND 3’300 51 % 49 %
Snapz Foods AG 4 Hochdorf CH Handel CHF 100 65 % n.a.
Zifru Trockenprodukte GmbH 5 Zittau DE Produktion EUR 200 100 % n.a.
  1. Per 1.1.2017 fusioniert in die HOCHDORF Swiss Nutrition AG
  2. Per 1.1.2017 fusioniert in die HOCHDORF Swiss Nutrition AG
  3. Kauf von 2 % per 14.03.2017 gemäss vertraglicher Zusicherung
  4. Gründung per 19.10.2017
  5. Kauf von 100 % per 31.10.2017

Assoziierte Gesellschaften

Sitz

Funktion

Währung
 Kapital in Tausend
31.12.2017
Kapitalanteil
31.12.2017
Kapitalanteil
31.12.2016
Ostmilch Handels GmbH Bad Homburg DE Handel EUR 1’000 26 % 26 %
Ostmilch Handels GmbH & Co. Frischdienst Oberlausitz KG Schlegel DE Logistik EUR 51 26 % 26 %
Ostmilch Frischdienst Magdeburg GmbH  Meitzendorf DE Handel EUR 25 26 % 26 %

Bewertungsgrundsätze

Allgemein

Die Rechnungslegung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Aktiven sind höchstens zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der notwendigen Wertberichtigungen bilanziert. Die Passiven werden zum Nominalwert bilanziert. Allen erkennbaren Verlustrisiken und Minderwerten wird durch Wertberichtigungen oder Rückstellungen Rechnung getragen. Aufwands- und Ertragsposten werden periodengerecht abgegrenzt.

Flüssige Mittel und Wertschriften ohne Beteilungscharakter

Die flüssigen Mittel beinhalten die Kassenbestände, Postcheck- und Bankguthaben. Sie werden zu Nominalwerten bilanziert. Wertschriften mit Börsenkurs werden zum Kurswert des Bilanzstichtages eingesetzt. Die übrigen Wertschriften sind zum Anschaffungs- bzw. dem allenfalls tieferen Marktwert bilanziert.

Forderungen

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Anzeichen für eine mögliche Wertminderung liegen vor, wenn eine Zahlungsverzögerung vorliegt, wenn sich der Kunde in finanziellen Schwierigkeiten befindet bzw. eine Sanierung oder ein Konkurs wahrscheinlich ist. Die Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen werden aufgrund der Differenz zwischen dem Nennwert der Forderungen und dem geschätzten einbringbaren Nettobetrag ermittelt. Der entsprechende erwartete Verlust wird erfolgswirksam in der Position «Einzelwertberichtigung Forderungen» erfasst. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung zulasten der Position «Debitorenverluste» unter Ausbuchung/Anpassung der Position «Einzelwertberichtigung Forderungen».

Warenvorräte

Die Bewertung von Rohmaterialien, Betriebs- und Hilfsstoffen erfolgt zu Einstandspreisen oder zum tieferen Marktwert. Die Halb- und Fertigfabrikate werden zu Herstellkosten, beinhaltend die direkten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Auf Waren mit geringem Lagerumschlag werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die dabei angewandten Wertberichtigungssätze betragen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe:

Lagerumschlag Wertberichtigung
unter 0,5 Mal 25.0 % der Anschaffungs- oder Herstellkosten (AHK)
0,5 – 1 Mal 12.5 % der AHK
über 1 – 1,5 Mal  5.0 % der AHK
über 1,5 – 3 Mal   2.5 % der AHK
über 3 Mal  0 % der AHK

Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen, wenn im Berichtsjahr weiter Zukäufe desselben Rohstoffes stattgefunden haben.

Für Halb- und Fertigfabrikate betragen die angewandten Wertberichtigungssätze:

Lagerumschlag Wertberichtigung
unter 0,5 Mal 100 % der AHK
0,5 – 1 Mal  50 % der AHK
über 1 – 1,5 Mal  20 % der AHK
über 1,5 – 3 Mal   10 % der AHK
über 3 Mal  0 % der AHK

Die rechnerisch ermittelten Wertberichtigungen werden bei normaler Verkäuflichkeit resp. längerer Haltbarkeit, entsprechend angepasst. Davon unabhängig sind Vorräte, deren realisierbarer Veräusserungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellkosten (AHK) liegt, nach dem «lower of cost or market»-Prinzip im Wert zu berichtigen. Bei der Bestimmung des realisierbaren Veräusserungswertes wird vom aktuellen Marktpreis auf dem Absatzmarkt ausgegangen. Von diesem werden die üblichen Erlösschmälerungen, Vertriebs- sowie noch anfallende Verwaltungsaufwendungen in Abzug gebracht und Zollrückerstattungen dazugerechnet.

Der Verbrauch wird nach dem MHD-Prinzip (Mindesthaltbarkeitsdatum) bemessen, d. h. Produkte mit dem kürzesten MHD werden als erstes verkauft.

Zwischengewinne auf gruppeninternen Warenbeständen werden, falls wesentlich, eliminiert.

Von Lieferanten gewährte Skonti (im Sinne eines Preisabschlages) werden als Anschaffungspreisminderung erfasst.

Aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungen

Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalwert bilanziert.

Wertbeeinträchtigung von Aktiven

An jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob Aktiven in ihrem Wert beeinträchtigt sind. Die Prüfung erfolgt aufgrund von Ereignissen oder Anzeichen, die darauf hindeuten, dass eine Überbewertung der Buchwerte möglich erscheint. Ein Verlust aus Wertbeeinträchtigung wird erfolgswirksam verbucht, wenn der Buchwert eines Aktivums den erzielbaren Wert übersteigt. Als erzielbarer Wert gilt der höhere der beiden Werte Netto-Marktwert und Nutzwert.

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Abzug betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Dauerhafte Wertminderungen werden berücksichtigt. Die Abschreibungen erfolgen linear vom Anschaffungswert. Als Investitionen gelten alle Anschaffungen, welche den Wert von CHF 5’000 überschreiten. Projekte in Arbeit werden als laufende Investitionsprojekte aktiviert und nicht abgeschrieben. Zinsaufwendungen für Anlagen im Bau werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

AnlagengruppeNutzungsdauer
Immobilien15 – 65 Jahre
Geräte, Einrichtungen 5 – 25 Jahre
Maschinen, Apparate 5 – 25 Jahre
EDV, Kommunikation 5 – 10 Jahre
Fahrzeuge 5 – 10 Jahre
Immaterielle Anlagen 5 – 10 Jahre

Leasing

Anlagen aus Finanzierungs-Leasing werden aktiviert und die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten passiviert. Der Zins wird jeweils bei Amortisationen direkt dem Finanzaufwand belastet. Aufwendungen für Operating-Leasing werden direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen langfristig gehaltene Wertschriften, latente Steuerguthaben sowie Aktiven aus Vorsorge­einrichtungen und Arbeitgeberbeitragsreserven und langfristige Forderungen gegenüber Dritten. Die Wertschriften werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bewertet.

Immaterielle Werte

Unter den immateriellen Werten werden Software, Patente, Lizenzen und Markenwerte bilanziert. Diese werden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem tiefer angesetzten Nutzwert bilanziert. Sie werden über ihre betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Eigenkapital/Eigene Aktien

Der Ausweis der eigenen Aktien erfolgt zum Anschaffungswert als Minusposten im Eigenkapital. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit eigenen Aktien werden erfolgsneutral über die Kapitalreserven verbucht.

Eigenkapital/Hybrid-Anleihe

Bei der Hybrid-Anleihe handelt es sich um eine nachrangige Anleihe mit einer unendlichen Laufzeit. Die Hybrid-Anleihe hat nach 5.5 Jahren ein erstes Call Date. Dabei handelt es sich um das erstmögliche Kündigungsdatum der Anleihe für HOCHDORF. Wird dieses nicht ausgeübt, erhöht sich der zu bezahlende Zins (step up). Die Hybrid-Anleihe klassiert überwiegend als Eigenkapital. Die Ausgabekosten wurden vom Emissionspreis abgezogen. Die Verpflichtungen für die zu leistenden Zinszahlungen werden für die ersten fünfeinhalb Jahre (erstes Call Date) auf den Ausgabetag hin abgezinst. Als Zinssatz dienen als Vergleich die Konditionen für den Konsortialkredit. Die diskontierten Zinsverpflichtungen werden ihrer Fälligkeit entsprechend in den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die zu leistenden Zinszahlungen werden mit den entsprechenden Finanzverbindlichkeiten verrechnet. Im Zinsaufwand verbucht wird lediglich die Aufzinsung des betreffenden Geschäftsjahres.

Eigenkapital/Pflichtwandelanleihe

Bei der Pflichtwandelanleihe handelt es sich um eine Anleihe die dem Obligationär kein Wahlrecht lässt. Die An­leihe wird spätestens mit Ende der Laufzeit zwingend in Aktien der HOCHDORF Holding AG gewandelt. Die Pflicht­wandel­anleihe klassiert überwiegend als Eigenkapitel. Die Ausgabekosten werden über die Kapitalreserve im Eigenkapital verbucht. Die Verpflichtungen für die zu leistenden Zinszahlungen werden auf den Ausgabetag hin abgezinst. Als Zinssatz dienen als Vergleich die Konditionen für den Konsortialkredit. Die diskontierten Zinszahlungen werden ihrer Fälligkeit entsprechend in den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die zu leistenden Zinszahlungen werden mit den entsprechenden Finanzverbindlichkeiten verrechnet. Im Zinsaufwand verbucht wird lediglich die Aufzinsung des betreffenden Geschäftsjahres.

Kurzfristiges/langfristiges Fremdkapital

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Nominalbetrag. Beim kurzfristigen Fremdkapital handelt es sich um Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten von weniger als 12 Monaten sowie um kurzfristige Abgrenzungspositionen. Die langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Finanzierungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Rückstellungen

Die Berechnung von Rückstellungen erfordert Annahmen über die Wahrscheinlichkeit, die Höhe und den Zeitpunkt eines Abflusses von Geldmitteln. Soweit ein Abfluss von Geldmitteln wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung möglich ist, wird eine Rückstellung ausgewiesen.

Steuern

Die auf den steuerbaren Gewinnen der einzelnen Gesellschaften zahlbaren Ertragssteuern werden abgegrenzt. Ebenso werden die anfallenden Kapitalsteuern abgegrenzt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich mit den Steuersätzen, die bei der Erfüllung der zukünftigen Steuerschuld bzw. bei der Realisierung der zukünftigen Steuerforderung tatsächlich erwartet werden (Liability Method). Negative Bewertungsdifferenzen, die zu aktiven Steuer­guthaben führen könnten, bestehen keine. Verrechenbare Steuerguthaben aus Verlustvorträgen werden aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft durch genügend steuerliche Gewinne realisiert werden können. Die Erfassung der Kapitalsteuern erfolgt im Betriebsaufwand.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungs-, Zinssatz- und Rohstoffrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Verbuchung der derivativen Finanzinstrumente hängt vom abgesicherten Grundgeschäft ab. Derivate zur Absicherung von Wertänderungen eines bereits bilanzierten Grundgeschäftes werden nach den gleichen Bewertungsgrundsätzen verbucht, die beim abgesicherten Grundgeschäft zur Anwendung kommen. Instrumente zur Absicherung von zukünftigen Cashflows werden nicht bilanziert, sondern bis zur Realisierung des künftigen Cashflows im Anhang offengelegt. Bei Eintritt der zukünftigen Transaktion oder bei Veräusserung des Derivats wird der aktuelle Wert des derivativen Finanzinstruments bilanziert und zeitgleich mit der Erfassung des abgesicherten Cashflows in der Erfolgsrechnung erfasst. Die per Bilanzstichtag offenen derivativen Finanzinstrumente sind im Anhang der Konzernrechnung unter «Weitere Anmerkungen – Offene derivative Finanzinstrumente» offengelegt.

Personalvorsorge

Die Vorsorgeverpflichtungen der HOCHDORF Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften in der Schweiz sind in der voll autonomen Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe geregelt. Bei dem Vorsorgewerk liegt nach Swiss GAAP FER 16 eine Beitragsorientierung vor. Die aus der Personalvorsorge entstehenden Kosten werden periodengerecht der Erfolgsrechnung belastet. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen von Vorsorgeplänen auf das Unternehmen werden auf den Bilanzstichtag berechnet. Ein wirtschaftlicher Nutzen wird aktiviert, wenn dieser für künftige Vorsorgeaufwendungen der Unternehmen verwendet wird. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, wenn die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind.

Arbeitnehmende und ehemalige Arbeitnehmende der ausländischen Gesellschaften erhalten verschiedene Personal­vorsorgeleistungen bzw. Altersrenten, welche in Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorschriften der jeweiligen Länder ausgerichtet werden.

Umsatz- und Ertragsrealisation

Der Nettoumsatz umfasst den Zufluss wirtschaftlichen Nutzens aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit während der Berichtsperiode. Erlösminderungen wie Skonti, Rabatte und übrige Preisnachlässe sowie Abgaben an Dritte wie Kommissionen, Gebühren und allfällige Mehrwertsteuern sind im ausgewiesenen Nettoumsatz abgezogen. Alle konzerninternen Umsätze werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Umsatzerlöse werden verbucht, wenn ein Konzernunternehmen den massgeblichen Nutzen und die Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Produkte verbunden sind, sowie die Verfügungsmacht auf den Kunden übertragen hat und die Einbringbarkeit der dadurch entstandenen Forderungen angemessen gesichert ist. Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen werden im Abrechnungszeitraum erfasst, in dem die Dienstleistung erbracht wurde. Die Abgrenzung von Erlösminderungen an Kunden erfolgt für den gleichen Zeitraum wie die Umsätze, die diese Erlösminderungen gemäss den Auftragsbedingungen begründeten. Vermittlungsgeschäfte und Geschäftsvorfälle mit mehreren abgrenzbaren Bestandteilen fallen in der HOCHDORF-Gruppe nicht an.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden vollumfänglich der Erfolgsrechnung belastet. Diese Kosten sind in den Positionen Personalaufwand und übriger Betriebsaufwand enthalten.

Eventualverpflichtungen

Eventualverpflichtungen werden am Bilanzstichtag bewertet. Falls ein Mittelabfluss ohne nutzbaren Mittelzufluss wahrscheinlich ist, wird eine Rückstellung gebildet.

Transaktionen mit Nahestehenden

Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt. Als nahestehende Person (natürliche oder juristische) wird betrachtet, wer direkt oder indirekt einen bedeutenden Einfluss auf finanzielle oder operative Entscheidungen der Organisationen ausüben kann. Organisationen, welche direkt oder indirekt ihrerseits von denselben nahestehenden Personen beherrscht werden, gelten ebenfalls als nahestehend.

Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz

Die Übernahme der Zifru Trockenprodukte GmbH per 31. Oktober 2017 und die Gründung der Snapz Foods AG mit dem Erwerb von immateriellen Rechten führen nur zu einer unwesentlichen Zunahme in den einzelnen Bilanzpositionen. Die Werte sind somit gesamthaft mit dem Vorjahr direkt vergleichbar.

1. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:

TCHF20172016
Kasse198
Postcheckguthaben9’1299’370
Bankguthaben54’28258’111
Kurzfristige Geldanlagen430219
Total63’86067’708

2. Forderungen

TCHF20172016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte81’86258’869
./. Delkredere–378–1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Nahestehende44’1008’421
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Assoziierte1’5562’393
Sonstige Forderungen10’6815’625
Sonstige Forderungen Nahestehende041
Total137’82175’348

Aufgrund der Diversifizierung besteht keine Konzentration des Kreditrisikos in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen resultieren mehrheitlich aus Guthaben gegenüber den Sozialwerken sowie gegenüber staatlichen Stellen (Mehrwertsteuer, Oberzolldirektion).

3. Vorräte

TCHF20172016
Rohstoffe, Verpackungsmaterial, Betriebsmaterial12’37510’204
Halb- und Fertigfabrikate, Handelswaren44’34341’137
Heizöl434491
Wertberichtigung auf Vorräten–1’707–2’050
Total55’44549’782

4. Aktive Rechnungsabgrenzungen

TCHF20172016
Stand 31. Dezember 21’55515’175

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen setzen sich zusammen aus noch nicht erhaltenen Erträgen sowie aus vorausbezahlten Aufwendungen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert primär aus den noch offenen Abrechnungen «Schoggigesetz», welche zudem aufgrund der grösseren Preisdifferenzen im Markt höher ausfallen als im Vorjahr.

5. Sachanlagen

TCHF Immobilien 1 Geräte, Lagereinrichtungen, Feste Einrichtungen Maschinen, Apparate Produktion, Mobiliar Büromaschinen,
EDV-Anlagen, Kommunikation, Einrichtungen
Fahrzeuge Laufende
Investitons-
projekte 2
Total
Nettobuchwert 1.1.2016 72’411 27’135 54’934 5’961 1’158 8’115 169’714
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2016 149’357 56’698 141’445 17’929 2’426 8’115 375’970
Veränderung Konsolidierungskreis 4 1’631 0 1’324 16 95 0 3’066
Zugänge 0 0 56 0 9 42’152 42’217
Abgänge –256 –160 –2’729 –210 –24 0 –3’379
Umbuchungen 3 1’462 3’206 5’044 2’345 121 –12’178 0
Währungseinflüsse –720 –170 –461 –20 –21 –5 –1’397
Stand 31.12.2016 151’474 59’574 144’679 20’060 2’606 38’084 416’477
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2016 76’946 29’563 86’511 11’968 1’268 0 206’256
Veränderung Konsolidierungskreis 4 253 0 104 12 79 0 448
Abgänge –130 –82 –2’434 –179 –17 0 –2’842
Abschreibungen 2’262 2’433 4’053 1’350 288 0 10’386
Währungseinflüsse –296 –113 –320 –5 –14 0 –748
Stand 31.12.2016 79’035 31’801 87’914 13’146 1’604 0 213’500
 
Nettobuchwert 31.12.2016 72’439 27’773 56’765 6’914 1’002 38’084 202’977
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2017 151’474 59’574 144’679 20’060 2’606 38’084 416’477
Veränderung Konsolidierungskreis 5 3’543 148 3’766 7 1 0 7’465
Zugänge 0 10 0 0 44 83’914 83’968
Abgänge  –205 –166 –444 –97 –145 0 –1’057
Umbuchungen 3 14’695 12’719 8’261 3’117 126 –38’918 0
Währungseinflüsse 4’045 1’100 2’646 112 100 205 8’208
Stand 31.12.2017 173’552 73’385 158’908 23’199 2’732 83’285 515’061
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2017 79’035 31’801 87’914 13’146 1’604 0 213’500
Veränderung Konsolidierungskreis 5 31 57 1’126 7 1 0 1’222
Abgänge  –178 –132 –422 –87 –83 0 –902
Abschreibungen  2’376 2’575 4’614 1’680 271 0 11’516
Währungseinflüsse 1’820 742 2’068 36 65 0 4’731
Stand 31.12.2017 83’084 35’043 95’300 14’782 1’858 0 230’067
 
Nettobuchwert 31.12.2017 90’468 38’342 63’608 8’417 874 83’285 284’994
  1. Die Gruppe verfügt über freie Landparzellen in Litauen. Der Wert beläuft sich auf umgerechnet TCHF 157.
  2. Bei den laufenden Investitionsprojekten handelt es sich um Anlagen im Bau.
  3. Neuanschaffungen werden mit Projektnummern unter Laufende Investitionsprojekte als Zugang verbucht. Nach Inbetriebnahme erfolgt die Umbuchung vom Konto Laufende Investitionsprojekte auf das entsprechende Sachanlagekonto. Dabei wird entschieden, welche Anschaffungskosten aktiviert oder über die Erfolgsrechnung verbucht werden.
  4. Im Zusammenhang mit dem Kauf der Beteiligung Pharmalys Tunisie S.à.r.l.
  5. Im Zusammenhang mit dem Kauf der Beteiligung Zifru Trockenprodukte GmbH.

Davon Anlagen in Finanzierungsleasing

 TCHFTotalOffene Raten
Nettobuchwert 1.1.20178’9787’012
  
Anschaffungswerte
Stand 1.1.20179’8907’012
Zugänge00
Abgänge Ratenzahlungen0–1’943
Währungseinflüsse6625
Stand 31.12.20179’9565’094
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.20179120
Abschreibungen5650
Währungseinflüsse250
Stand 31.12.20171’5020
 
Nettobuchwert 31.12.20178’4545’094

6. Assoziierte Gesellschaften

Assoziierte Gesellschaften Sitz Funktion Währung   Kapital in
Tausend
31.12.2017
Beteiligung   31.12.2017
TCHF
Kapitalanteil   31.12.2016
TCHF
Ostmilch Handels GmbHBad Homburg DEHandelEUR1’0002’5602’670
Ostmilch Handels GmbH & Co. Frischdienst Oberlausitz KGSchlegel DELogistikEUR510141
Ostmilch Frischdienst Magdeburg GmbHMeitzendorf DEHandelEUR257987
2’6392’898

7. Finanzanlagen

TCHF20172016
Wertschriften3030
Latente Steuerguthaben2’0851’273
Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven8’0777’899
Total10’1929’202

Die latenten Steuerguthaben resultieren aus in der Steuerbilanz vorhandenen Verlustvorträgen. Die Zunahme stammt primär aus den negativen Ergebnissen der HOCHDORF Baltic Milk UAB.

Steuerliche Verlustvorträge nach Verfall

TCHF20172016
2023 und später7’9994’490
Total7’9994’490

Vorsorgeeinrichtungen

TCHF
Arbeitgeberbeitragsreserve
Nominalwert
31.12.2017
Verwendungsverzicht
31.12.2017
Bilanz
31.12.2017
Bildung pro
2017
Bilanz
31.12.2016
Ergebnis aus AGBR
im Personalaufwand
2017 2016
Pensionskasse HGR 8’077 0 8’077 178 7’899 0 0

Die Verbuchung der Verzinsung der Arbeitgeberbeitragsreserve durch die Vorsorgeeinrichtung erfolgt als Gutschrift im Finanzertrag. Im 2017 wurden die Arbeitgeberbeitragsreserven mit 2.25 % (VJ 2.25 %) verzinst.

TCHF
Wirtschaftlicher Nutzen/Wirtschaftliche Verpflichtung
und Vorsorgeaufwand
 Über-/Unterdeckung  Wirtschaftlicher Anteil der Organisation Veränderung zum Vorjahr Auf die Periode abgegrenzte Beiträge Vorsorgeaufwand im Personalaufwand
31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
Pensionskasse HGR 16’856 0 0 305 2’142 2’142 1’837

8. Immaterielle Vermögenswerte 1)

TCHF Software Marken Übrige immaterielle Werte Total
Nettobuchwert 1.1.2016 1’951  0 1’951
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2016 2’643 0 2’643
Zugänge 246 700 946
Abgänge –1 –1
Währungseinflüsse –9 –9
Stand 31.12.2016 2’879 700 3’579
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2016 692 0 692
Abgänge 0
Abschreibungen 494 16 510
Währungseinflüsse –7 –7
Stand 31.12.2016 1’179 16 1’195
Nettobuchwert 31.12.2016 1’700 684 2’384
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2017 2’879 700 3’579
Zugänge 704 3’520 4’224
Abgänge –87 –87
Währungseinflüsse 59 59
Stand 31.12.2017 3’555 3’520 700 7’775
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2017 1’179 16 1’195
Abgänge 0
Abschreibungen 514 117 140 771
Währungseinflüsse 45 45
Stand 31.12.2017 1’738 117 156 2’011
 
Nettobuchwert 31.12.2017 1’817 3’403 544 5’764
  1. Bei den immateriellen Werten handelt es sich ausschliesslich um erworbene Werte. Eigene Markennamen und Lizenzen sind zum Bilanzstichtag nicht bewertet und nicht bilanziert.

9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TCHF20172016
Gegenüber Dritten72’50657’729
Gegenüber Nahestehenden2’170446
Gegenüber Assoziierten155380
Total74’83158’555

10. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

TCHF20172016
Übrige Finanzverbindlichkeiten 19’57191
Gegenüber Nahestehenden 296’82954’300
Leasingverbindlichkeiten1’9811’945
Bankkredite 3987’097
Total108’47963’433
  1. Inklusive abgezinste Zinsbeträge aus der Wandelanleihe und der Hybridanleihe für 2018; zusätzliche Erläuterungen dazu in Ziffer 15.
  2. Inklusive Kaufpreisschuld von CHF 96.4 Mio. im Zusammenhang mit dem Erwerb der Pharmalys-Gesellschaften.
  3. Die Uckermärker Milch GmbH verfügt über eine eigene Kreditlinie über EUR 10 Mio. Bis Ende 2016 wurde der offene Betrag unter den kurzfristigen Finanzverbindlich­keiten aufgeführt. Der Kreditvertrag entspricht demjenigen des Konsortialkredits der Holding und hat langfristigen Charakter. Die Ausstände sind ab 2017 deshalb in den langfristigen Finanzverbindlich­keiten aufgeführt.

11. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

TCHF20172016
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten6’2294’565
Mehrzeit Mitarbeitende311193
Ferienguthaben Mitarbeitende658536
Lohnkonten (Lohnzahlungen, Erfolgsbeteiligung, AHV, SUVA, KK u. a.)4’0354’288
Staatliche Stellen (Steuern, Quellensteuern, Mehrwertsteuern)5’8043’202
Total17’03712’784

Die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere den Fonds «Schoggigesetz». Dieser Fonds wird geäufnet aus Abgaben, welche pro Liter angelieferter Milch erhoben werden. Der Fonds dient zum Ausgleich von allfälligen Lücken aus dem «Schoggigesetz»-Kredit des Bundes. Die Abrechnung erfolgt auf Jahresbasis. Nicht verwendete Gelder werden auf das neue Jahr übertragen.

12. Passive Rechnungsabgrenzungen

TCHF20172016
Stand 31. Dezember 15’4964’652

Die passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit Rückvergütungen und Provisionen an Kunden («Schoggigesetz») und übrige Lieferantenleistungen (Energie, Wasser, Transporte).

13. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

TCHF20172016
Hypotheken, Darlehen 1452429
Leasingverbindlichkeiten3’1175’098
Bankkredite 211’817115’205
Gegenüber Nahestehenden0105’500
Übrige Finanzverbindlichkeiten 324’3360
Total39’722226’232
  1. Darlehensverpflichtung gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter der Marbacher Ölmühle GmbH.
  2. Die Uckermärker verfügt über eine eigene Kreditlinie über EUR 10 Mio. Bis Ende 2016 wurde der offene Betrag unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgeführt. Der Kreditvertrag entspricht demjenigen des Konsortialkredits der Holding und hat langfristigen Charakter. Die Ausstände sind ab 2017 deshalb in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgeführt.
  3. Inklusive abgezinste Zinsbeträge aus der Wandelanleihe und Hybridanleihe für 2019 und Folgejahre; zusätzliche Erläuterungen dazu in Ziffer 15.

Fristigkeiten und Zinssätze (langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten)

Position Buchwert
TCHF
Fälligkeit Zinssatz
Konsortialkredit 0 30.06.2021 von 0.70 % bis 2.60 %
Bankkredite 11’915 >2020 von 1.50 % bis 7.11 %
Darlehen Geiger 452 >2020 von 1.26 % bis 2.68 %
Leasing kurzfristig 1’981 2018 von 1.85 % bis 5.34 %
Leasing langfristig 3’117 2019/2020 von 1.85 % bis 5.34 %
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 9’571 2018 von 0.00 % bis 7.97 %
Gegenüber Nahestehenden kurzfristig 96’829 2018 keine Verzinsung
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 24’336 2019/2023 keine Verzinsung
Total 148’201

Die Finanzverbindlichkeiten werden zum Nominalwert erfasst und bewertet.

14. Rückstellungen

TCHF
Entwicklung der Rückstellungen
SchadenfälleDiverse RückstellungenLatente
Steuerrückstellungen
Total
Stand 31.12.2015105011’09511’200
Bildung erfolgswirksam8003’0443’124
Verwendung0000
Auflösung–1040–134–238
Währungsdifferenzen–10–71–72
Stand 31.12.201680013’93414’014
Bildung erfolgswirksam053’2233’228
Verwendung–5100–51
Auflösung–290–182–211
Währungsdifferenzen00442442
Stand 31.12.20170517’41717’422

15. Aktienkapital – Pflichtwandelanleihe – Hybridkapital – Bedingtes Kapital

Das Aktienkapital der HOCHDORF Holding AG über CHF 14‘347‘600 ist per 31.12.2017 unverändert. Es ist ein­geteilt in 1‘434‘760 Namenaktien zu je CHF 10 Nennwert (2016: 1‘434‘760 Namenaktien).

Im Geschäftsjahr 2017 hat die HOCHDORF Holding AG eine öffentliche Pflichtwandelanleihe im Umfang von nominell CHF 218.49 Mio. um netto CHF 217.06 Mio. ausgegeben; Laufzeit vom 30.03.2017 – 30.03.2020; Zinssatz 3.5% für die gesamte Laufzeit; Wandelpreis CHF 304.67; Valorennummer 35'275'641; ISIN CH0352756412; Wandelfrist: 03.01.2018 bis und mit 13.03.2020. Die Transaktionskosten für die Pflichtwandelanleihe über CHF 1.43 Mio. sind in den Kapitalreserven abgebildet.

Die Pflichtwandelanleihe setzt sich zusammen aus einem öffentlichen Angebot von Pflichtwandelobligationen im Betrag von CHF 87’485’000 an bestehende Aktionäre in der Schweiz und gewisse bestehende Aktionäre ausserhalb der Schweiz und den USA (Tranche A) und einer Privatplatzierung von Pflichtwandelobligationen im Betrag von CHF 131’005’000, die vollständig von Herrn Amir Mechria gezeichnet wurden (Tranche B).

Die Pflichtwandelanleihe klassiert überwiegend als Eigenkapital. Sie wird aufgeteilt in einen Eigenkapitalteil und einen Fremdkapitalteil. Der Fremdkapitalteil umfasst dabei alle zukünftigen Zinszahlungen der Anleihe. Diese wurden auf den Ausgabetag vom 30.03.2017 mit dem Zinssatz von 1% abgezinst. Dieser Zinssatz entspricht der aktuellen Marge des Konsortialkredites. Vom gesamten Anleihenbetrag über CHF 218.49 Mio. sind vom 30.03.2017 bis zum 30.03.2018 CHF 133.285 Mio. effektiv verzinsbar. Ab 01.04.2018 ist der volle Anleihensbetrag zu verzinsen. Die effektiven Zinszahlungen werden jeweils den entsprechenden Finanzverbindlichkeiten entnommen und belasten die Erfolgsrechnung nicht. Im Zinsaufwand erfasst wird lediglich die Aufzinsung des betreffenden Geschäftsjahres.

Die Aufteilung der Pflichtwandelanleihe in einen Eigenkapitalteil und einen Fremdkapitalteil war im Halbjahresabschluss per 30.06.2017 fälschlicherweise noch nicht vorgenommen worden. Im Halbjahresbericht per 30.06.2018 wird das Vorjahr entsprechend angepasst werden.

Die HOCHDORF Holding AG verfügt über bedingtes Kapital von CHF 7‘173‘800 zur Schaffung von 717‘380 Namen­aktien zur Bedienung der Pflichtwandelanleihe.

Ebenso im 2017 (Liberierung 21.12.) hat die HOCHDORF Holding AG eine öffentliche Hybrid-Anleihe im Umfang von nominell CHF 125 Mio. um netto CHF 124.17 Mio. ausgegeben. Dabei handelt es sich um eine nachrangige Anleihe mit unendlicher Laufzeit, welche mit einem Coupon von 2.5% verzinst wird. Die Hybrid-Anleihe hat nach fünfeinhalb Jahren (21.06.2023) ein erstes Call Date. Wird dieses nicht ausgeübt, erhöht sich der zu bezahlende Zins (step up). Valorennummer 39'164'798; ISIN CH0391647986.

Die Hybridanleihe klassiert aufgrund ihrer Eigenschaften überwiegend als Eigenkapital. Sie wird aufgeteilt in einen Eigenkapitalteil und einen Fremdkapitalteil. Der Fremdkapitalteil umfasst dabei alle zukünftigen Zinszahlungen der Anleihe bis zum ersten Call Date. Diese wurden auf den Ausgabetag vom 21.12.2017 mit dem Zinssatz von 1% abgezinst. Dieser Zinssatz entspricht der aktuellen Marge des Konsortialkredites. Die effektiven Zinszahlungen werden jeweils den entsprechenden Finanzverbindlichkeiten entnommen und belasten die Erfolgsrechnung nicht. Im Zinsaufwand erfasst wird lediglich die Aufzinsung des betreffenden Geschäftsjahres.

Die Verbuchung mit einem Fremdkapitalanteil erfolgt mit der Begründung, dass die Zinszahlungen, welche grundsätzlich aufgeschoben werden können, gemäss Emissionsprospekt zwingend bis und mit 30.03.2020 bezahlt werden müssen. Grund dafür ist, dass die Zinszahlungen der Hybridanleihe solange nicht ausgesetzt werden dürfen, als für die Pflichtwandelanleihe Zins bezahlt wird (Compulsory events), was bis zum Ablauf der Anleihe am 30.03.2020 der Fall ist. Zusätzlich kann aufgrund der Dividendenpolitik der HOCHDORF Holding AG auch davon ausgegangen werden, dass bis zum ersten Call Date keine Zinszahlungen aufgeschoben werden, als Folge der Dividendenzahlungen.

Erläuterungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung

Die nachstehenden Erläuterungen erfolgen in Ergänzung zu der in Form des Gesamtkostenverfahrens (Produktions­erfolgsrechnung) gegliederten Erfolgsrechnung. Die Positionen der Erfolgsrechnung beinhalten im 2017 erstmals die Werte der Pharmalys Gesellschaften. Im 2017 zusätzlich enthalten sind die Werte für die Monate November und Dezember der neu gegründeten Snapz Foods AG sowie der erworbenen Zifru Trockenprodukte GmbH. Der direkte Vergleich mit dem Vorjahr ist damit nur bedingt aussagekräftig.

16. Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

Nach Warengruppen

TCHF 2017   2016  
Milchprodukte/Rahm 234’459 39.04 % 232’828 42.99 %
Milchpulver 165’057 27.48 % 157’787 29.13 %
Babynahrung 166’094 27.66 % 121’762 22.48 %
Spezialitäten/Weizenkeime 17’227 2.87 % 13’933 2.57 %
Back- und Süsswaren 4’664 0.78 % 5’027 0.93 %
Übrige Produkte/Dienstleistungen 13’026 2.17 % 10’269 1.90 %
Total 600’527 100.00 % 541’606 100.00 %

Nach Regionen

TCHF 2017   2016  
Schweiz/Liechtenstein 200’319 33.36 % 191’210 35.31 %
Europa 237’106 39.48 % 234’061 43.22 %
Asien 22’640 3.78 % 25’247 4.66 %
Naher Osten/Afrika 132’190 22.01 % 82’663 15.26 %
USA/Kanada 239 0.04 % 321 0.06 %
Amerika, übriges 4’111 0.68 % 5’435 1.00 %
Übrige 1) 3’922 0.65 % 2’669 0.49 %
Total 600’527 100.00 % 541’606 100.00 %
  1. Die Umsätze mit Übrigen umfassen Lieferungen an Kunden, welche die Ware ihrerseits exportieren, wobei das Bestimmungsland nicht separat erfasst wird.

Nach Bereichen

TCHF 2017   2016  
Dairy Ingredients 405’131 67.46 % 393’099 72.58 %
Baby Care 168’751 28.10 % 123’029 22.72 %
Cereals & Ingredients 26’645 4.44 % 25’478 4.70 %
Total 600’527 100.00 % 541’606 100.00 %

Auf die Darstellung der Segments-Ergebnisse gemäss Swiss GAAP FER 31/8 wird als Folge möglicher Wettbewerbsnachteile gegenüber nicht kotierten und grösseren kotierten Konkurrenten, Kunden und Lieferanten verzichtet. Der Milchmarkt Schweiz ist ein kleiner und enger Markt mit wenigen massgebenden Firmen und Anbietern. Die Anbieterseite (Milchproduzenten) ist begrenzt auf die einzelnen Milch-Produzenten-Organisationen. Auf Verarbeiterseite wird der Markt neben den Käsereien von vier grossen Molkereien geprägt. Auf Kundenseite dominiert das Segment der Schokoladenindustrie mit ebenfalls wenigen grossen Verarbeitern. Im Bereich Babynahrung (auf Basis Milch) produziert neben der HOCHDORF-Gruppe nur noch eine Firma Babynahrung für den schweizerischen und den internationalen Markt.

17. Andere betriebliche Erträge

TCHF20172016
Diverse andere betriebliche Erträge419551
Total419551

Der diverse übrige Ertrag beinhaltet als grössere Positionen die Vermietung von Büro- und Produktionsräumlichkeiten sowie die Privatanteile von Mitarbeitenden für die Nutzung von Fahrzeugen.

18. Personalaufwand

TCHF20172016
Löhne–41’201–38’891
Sozialleistungen–6’643–6’141
Personalnebenkosten inkl. Temporär-Personal–3’156–2’764
Total–51’000–47’796

19. Übriger Betriebsaufwand

TCHF20172016
Raumaufwand (inkl. Lagermieten)–4’934–4’879
Unterhalt, Reparaturen–8’503–8’381
Fahrzeug- und Transportaufwand–10’035–7’625
Versicherungen, Gebühren, Abgaben–1’404–1’232
Energie- und Entsorgungsaufwand–15’723–16’904
Verwaltungs- und Informatikaufwand–4’728–4’029
Werbeaufwand inkl. Provisionen an Kunden–14’409–6’804
Diverser übriger Betriebsaufwand–5’646–5’767
Total–65’382–55’621

20. Finanzergebnis

TCHF20172016
Erträge aus flüssigen Mitteln10
Erträge aus Beteiligungen und Finanzanlagen inkl. Assoziierte6131’660
Sonstiger Finanzertrag1925
Kursgewinne3’9880
Total Finanzertrag4’6211’685
 
Zinsaufwand–1’319–1’170
Depotgebühren, Gebühren–18–144
Kursverluste0–419
Total Finanzaufwand–1’337–1’733
Total3’284–48

21. Betriebsfremdes Ergebnis

TCHF20172016
Unterhalt betriebsfremde Liegenschaft–34–31
Total–34–31

Bei den betriebsfremden Liegenschaften handelt es sich um ein Baurecht im Tanklager Rothenburg, sowie um eine Stockwerkeigentümergemeinschaft Parkdeck Bahnhof Hochdorf.

22. Ausserordentliches Ergebnis

TCHF20172016
Erfolg aus Veräusserung von betrieblichem Anlagevermögen–48–4
Ausserordentliches Ergebnis  38–5
Total–10–9

23. Steuern

TCHF20172016
Laufende Ertragssteuern  
Steuern auf betrieblichem Ergebnis –3’793–667
   
Latente Ertragssteuern  
Nettoveränderung aktive und passive latente Steuern–1’217–2’304
Total–5’010–2’971

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich mit den Steuersätzen, die bei der Erfüllung der zukünftigen Steuerschuld bzw. bei der Realisierung der zukünftigen Steuerforderung tatsächlich erwartet werden (Liability Method). Für Firmen mit ausschliesslichem Standort im Kanton Luzern beträgt der Steuersatz 12 %, für die HOCHDORF Swiss Nutrition AG mit der Betriebsstätte im Kanton Thurgau 15 %. Für die Tochterfirma in Litauen gelangen 15 % zur Anwendung, für die Tochterfirmen in Deutschland, Uruguay und Südafrika 25 %.
Der gewichtete durchschnittliche Steuersatz bezieht sich auf das ordentliche Ergebnis der Gruppe und beläuft sich auf 10.73 % (VJ 13.28 %). Die Reduktion gegenüber dem Vorjahr ergibt sich primär durch die nachträgliche Zulassung von Verlustvorträgen bei den ausländischen Tochtergesellschaften aus früheren Jahren im Umfange von umgerechnet CHF 2’285’414, sowie durch die Bildung von latenten Steuerguthaben auf neuen Verlusten des Geschäftsjahres im Umfange von umgerechnet CHF 2’756’390. Unter Anwendung der für die Firmen gültigen Steuersätze ergibt sich daraus ein tieferer Steueraufwand im Umfang von umgerechnet CHF 1’102’678. Ohne diese Änderungen ergäbe sich für das Geschäftsjahr ein gewichteter, durchschnittlicher Steuersatz von 12.80 %.
Die Kapitalsteuern werden separat im Betriebsaufwand erfasst. Die Jahre 2016 und früher sind für die CH-Firmen definitiv veranlagt. Die Firmen im Ausland sind provisorisch veranlagt.

24. Unternehmensergebnis pro Aktie

Unternehmensergebnis pro Aktie, unverwässert

20172016
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand1’404’6391’411’425
Unternehmensergebnis nach Minderheiten25’894’28519’931’059
Unternehmensergebnis pro Aktie in CHF unverwässert18.4314.12

Für die Ermittlung des Unternehmensergebnisses pro Aktie wird das den Aktionären der HOCHDORF-Gruppe zustehende Unternehmensergebnis durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl ausstehender Aktien dividiert. Die gehaltenen eigenen Aktien werden dabei nicht in die Berechnung der durchschnittlich ausstehenden Aktien einbezogen. Der gewichtete Aktien­bestand ergibt sich aus der Summe von allen Transaktionen im Berichtsjahr sowie aus dem Zugang durch Bildung von neuen Namenaktien aus Wandlung der Wandelanleihe.

Unternehmensergebnis pro Aktie verwässert

2017 2016
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand unverwässert 1’404’639 1’411’425
Verwässerungseffekt Wandelanleihe 1 717’136 0
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand verwässert 2’121’775 1’411’425
     
Unternehmensergebnis nach Minderheiten 25’894’285 19’931’059
Zins Wandelanleihe 2 26’045 0
Steuereffekt 12 % (Zins Wandelanleihe*0.12/1.12) –2’791 0
Unternehmensergebnis nach Minderheiten verwässert 25’917’539 19’931’059
Unternehmensergebnis pro Aktie in CHF verwässert 12.22 14.12
  1. Die Verwässerung wird berechnet aus der Pflichtwandelanleihe über CHF 218.49 Mio. und dem Wandelpreis von CHF 304.67 woraus maximal 717’136 neue Aktien generiert werden. Die Wandelfrist läuft vom 03.01.2018 bis und mit 13.03.2020. Per 31.12.2017 ist somit die gesamte Pflichtwandelanleihe ausstehend.
  2. Als Zinsaufwand wird hier nur die Aufzinsung auf der Fremdkapitalkomponente für das laufende Geschäftsjahr berücksichtigt. Die eigentlichen Zinszahlungen werden, wie in Ziffer 15 beschrieben, mit dem Fremdkapitalteil der abgezinsten Zinszahlungen verrechnet.

25. Eigene Aktien

Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe

 2017
Anzahl
2016
Anzahl
Namenaktien HOCHDORF Holding AG 18’00018’000
Total18’00018’000

Transaktionen mit eigenen Aktien

 20172016
Bestand 1.1. in Stück24’37224’000
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF211.14158.94
Käufe in Stück13’00421’353
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF279.91216.60
Verkäufe/Zuteilungen in Stück–1’243–20’981
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF 303.22188.14
   
Bestand 31.12. in Stück36’13324’372
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF237.20211.14

Aktienbasierte Entschädigung

Wie im Vergütungsbericht beschrieben werden vom Verwaltungsratshonorar ohne Spesen 20 % in Form von Aktien der HOCHDORF Holding AG bezahlt. Bei der Geschäftsleitung werden von der variablen Entschädigung ebenfalls 20 % in Form von Aktien der HOCHDORF Holding AG bezahlt. Die Zuteilung erfolgt zum volumengewichteten Durchschnittskurs aller Transaktionen an der SIX am Tag der Zuteilung.

Zuteilung Zuteilungstag Zugeteilte Titel Volumengewichteter
Durchschnittskurs
(CHF)
Erfasster Aufwand (CHF)
Variable Entschädigung Geschäftsleitung 10.03.2017 873 314.37 274’448.04
Honorar Verwaltungsrat 13.12.2017 370 276.89 102’449.30

Weitere Anmerkungen

Offene derivative Finanzinstrumente

Währungsinstrumente Wertveränderungen 2017
Aktive Werte
2017
Passive Werte
 Zweck Wertveränderung 2016
Aktive Werte
2016
Passive Werte
 Zweck
Zinsswaps 0 0 0 Absicherung 0 0 0 Absicherung
Devisentermingeschäfte –229 0 229 Absicherung 120 0 0 Absicherung
Total aktive und passive Werte –229 0 229 120 0 0

Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte zur Absicherung zukünftiger Cashflows werden analog dem Grundgeschäft nicht bilanziert. Der entsprechende Erfolg aus dem Derivat wird zum Zeitpunkt des Eintritts der abgesicherten Transaktion in der Erfolgsrechnung erfasst. Per Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte über total EUR 36 Mio. zu einem Durchschnittskurs von EUR 1 = CHF 1.163791.

Leasingverpflichtungen

TCHF20172016
Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen747
Total747

Bei den nicht bilanzierten Leasingverpflichtungen handelt es sich um ein Full Operational Leasing für einen Personenwagen, welches auch die variablen Kosten wie Unterhalt, Service­leistungen und Treibstoffe beinhaltet.

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen

TCHF20172016
Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe360308
Total360308

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der Pensionskasse handelt es sich um die Beitragsrechnung für den Monat Dezember welche per Stichtag noch nicht ausgeglichen war.

Akquisitionen

Am 31. Oktober 2017 übernahm die HOCHDORF Holding AG im Zusammenhang mit der strategischen Weiter­entwicklung des Bereichs Cereals & Ingredients 100 % der Anteile an der Zifru Trockenprodukte GmbH mit Sitz in Zittau (Deutschland) und übernahm damit die Kontrolle. Die Gesellschaft ist spezialisiert in der Produktion von getrockneten Produkten auf Basis von Früchten und Gemüsen.

Die erworbenen Nettoaktiven setzen sich wie folgt zusammen:

 TEUR Total
   
Flüssige Mittel 31
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42
Sonstige kurzfristige Forderungen 75
Vorräte 615
Aktive Rechnungsabgrenzungen 3
Immobilien 3’023
Übrige Sachanlagen 2’351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –14
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –113
Langfristige Verbindlichkeiten –3’477
Rückstellungen –1’273
Identifiziertes Nettovermögen 1’263

Der Kaufpreis entspricht dem Nettovermögen. Es ergab sich kein Goodwill.

Kaufpreisermittlung Pharmalys

Am 19. Dezember 2016 übernahm die HOCHDORF Holding AG im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung des Bereichs Baby Care 51 % der Anteile an der Pharmalys Laboratories SA mit Sitz in Baar (heute Hochdorf) und 49 % der Anteile an der Pharmalys Tunisie S.à.r.l. mit Sitz in Kondar Tunesien. Per 14. März 2017 hat die HOCHDORF Holding AG zusätzlich 2 % der Anteile an der Pharmalys Tunisie S.à.r.l. erworben, womit sie nun ebenfalls im Besitz von 51 % der Anteile ist.

Der Kaufpreis berechnet sich auf dem durchschnittlichen EBIT der Jahre 2016 und 2017 der Pharmalys Laboratories SA und der Pharmalys Tunisie S.à.r.l. multipliziert mit dem Multiple von 14. Dazu kommt eine einmalige Upside Compensation für die seit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding bis zum 24. Oktober 2016 entstandene Kurs-
steigerung der Aktien der HOCHDORF Holding AG. Der Kaufpreis ist damit variabel und wird erst per 30. März 2018 definitiv bestimmt. Mit Erstellung des Geschäftsberichtes liegen die EBIT der beiden Gesellschaften vor. Die Parteien haben
in gegenseitigem Einverständnis beschlossen, in Abweichung zu den Vereinbarungen im Share Purchase Agreement, zusätzlich einen Sideletter zu erstellen, in welchem Positionen aufgeführt werden, die Einfluss auf die Berechnung des Kaufpreises haben, aber erst im 2018 definitiv bestimmt werden können. Per 31. Dezember 2017 ist der zu erwartende maximale Kaufpreis aufgrund der Ergebnisse der beiden Gesellschaften berücksichtigt. Der Kaufpreis beläuft sich anhand der geprüften Abschlüsse auf CHF 248.213 Mio. und umfasst auch externe Beratungskosten im Zusammenhang mit der Transaktion. Mit dem Abschluss per 31. Dezember 2016 wurde ein provisorischer Kaufpreis von CHF 172.082 Mio. abgebildet. Unter der Berücksichtigung der im 2017 geleisteten Zahlung für den Erwerb von 2 % Anteilen an Pharmalys Tunisie S.à.r.l. über CHF 0.049 Mio. sind somit noch CHF 76.082 Mio. als Beteiligungswert per 31. Dezember 2017 zu berücksichtigen. Dieser Betrag stellt vollumfänglich Goodwill dar und wird mit dem Eigenkapital verrechnet.

An die zu leistende Kaufpreissumme wurde bis zum 31. Dezember 2016 ein Betrag von CHF 20 Mio. in bar überwiesen. Per 14. März 2017 wurde mit dem Kauf der 2 % Anteile an Pharmalys Tunisie S.à.r.l. ein Betrag von CHF 0.049 Mio. bezahlt. Per 30. März 2017 wurde eine weitere Anzahlung über CHF 45.8 Mio. geleistet in Form von Mandatory Convertible Securites (MCS) aus der Tranche B der im März 2017 liberierten Pflichtwandelanleihe. Auf Basis des Kaufvertrages und des Sideletters erfolgt per 30. März 2018 eine weitere Zahlung in Form von MCS und in bar. Die Schlusszahlung ist auf Ende 2018 vorgesehen.

Mit Eigenkapital verrechneter Goodwill

Anschaffungskosten

TCHF20172016
Stand 1. Januar169’0963’088
Zugänge76’082166’008
Stand 31. Dezember245’178169’096

Abschreibungen kumuliert

TCHF20172016
Stand 1. Januar–1’617–999
Zugänge–33’819–618
Stand 31. Dezember–35’436–1’617
   
Theoretischer Wert 31. Dezember209’742167’479

Aus der Kaufpreisbestimmung Pharmalys resultiert ein Goodwill von TCHF 76’082. Der Ausweis basiert auf einer linearen Abschreibung über 5 Jahre (pro rata). Ein erzielter Badwill wird in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Im Eigenkapitalspiegel ist der Goodwill als Nettoposition gezeigt.

Die Auswirkungen einer theoretischen Aktivierung auf Erfolgsrechnung und Bilanz sind in den folgenden Tabellen dargestellt.

TCHF20172016
Unternehmensergebnis Konzern40’84619’406
Abschreibungen Goodwill–33’819–618
Theoretisches Unternehmensergebnis7’02718’788
   
TCHF20172016
Eigenkapital309’28245’805
Theoretischer Wert Goodwill 209’742167’479
Theoretisches Eigenkapital519’024213’284

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften

Die geschäftlichen Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften basieren auf handelsüblichen Vertragsformen und Konditionen. Sämtliche Transaktionen sind in den konsolidierten Jahresrechnungen 2017 und 2016 enthalten. Es handelt sich um Waren und Rohstofflieferungen sowie Dienstleistungen von und an nahestehende Gesellschaften.

Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften

TCHF20172016
Nettoumsatz79’07069’395
Warenaufwand–10’755–6’647
Dienstleistungsertrag240
Dienstleistungsaufwand–383–498
Betriebsaufwand–72–182
Finanzertrag139
Finanzaufwand–10–11

Transaktionen mit nahestehenden Gesellschaften

TCHF20172016
Nettoumsatz57’1545’603
Warenaufwand0–627
Dienstleistungsertrag11966
Dienstleistungsaufwand 1–2’136–1’837
Betriebsaufwand–1’7720
Finanzertrag2’83317
Finanzaufwand–971–3
  1. Im Dienstleistungsaufwand sind die Arbeitgeberbeiträge für die Mitarbeitenden enthalten, welche durch die nahestehende Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe abgerechnet werden.

Im Zuge des Erwerbs der Zifru Trockenprodukte GmbH in Zittau hat die HOCHDORF Holding AG mit den bisherigen Aktionären verhandelt. Zu den bisherigen Aktionären gehörten u.a. die Kyberion AG mit einem Anteil von 43 %
sowie Herr Prof. Dr. Holger Karl-Herbert Till mit einem Anteil von 5 %. Die Kyberion AG wird vollständig durch
den CEO der HOCHDORF Holding AG, Dr. Thomas Eisenring, kontrolliert. Herr Prof. Till ist Verwaltungsrat der
HOCHDORF Holding AG. Sowohl Herr Prof. Till wie auch Herr Dr. Eisenring waren bei allen, für den Kauf der Zifru Trockenprodukte GmbH relevanten Verhandlungen und Verwaltungsratssitzungen der HOCHDORF Holding AG im Ausstand.

Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag und bis zur Verabschiedung der Konzernrechnung durch den Verwaltungsrat sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der Jahresrechnung 2017 beeinträchtigen könnten bzw. an dieser Stelle offengelegt werden müssten.

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in der vorliegenden Form durch den Verwaltungsrat, in seiner Sitzung vom 23. März 2018, genehmigt.