Anhang der konsolidierten Jahresrechnung 2015 der HOCHDORF-Gruppe

Grundsätze für die Konzernrechnungslegung

Allgemeines

Die konsolidierte Jahresrechnung der HOCHDORF-Gruppe steht in Übereinstimmung mit den Richtlinien Swiss GAAP FER (Fachempfehlungen zur Rechnungslegung), wobei das gesamte FER-Regelwerk eingehalten wird. Die konsolidierte Jahresrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. Die konsolidierte Jahresrechnung beruht auf dem Prinzip der historischen Anschaffungskosten und basiert auf den, nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2015.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis/Konsolidierungsmethode

Die konsolidierte Jahresrechnung der HOCHDORF-Gruppe umfasst die Jahresabschlüsse der Muttergesellschaft HOCHDORF Holding AG sowie aller Tochtergesellschaften, an denen eine kapital- und stimmenmässige Mehrheit besteht. Beteiligungen ab 20 % bis 50 % werden nach der Equity Methode konsolidiert.

Die konsolidierten Einzelabschlüsse der Unternehmungen werden den gruppeneinheitlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angepasst und nach der Methode der Vollkonsolidierung erfasst. Dabei werden die Aktiven und Passiven sowie die Aufwendungen und Erträge zu 100 % in die konsolidierte Jahresrechnung einbezogen und alle konzerninternen Beziehungen eliminiert. Wesentliche Zwischengewinne innerhalb der Gruppe werden bei der Elimination berücksichtigt. Der Anteil der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis wird in der Konzernbilanz und -erfolgsrechnung separat ausgewiesen.

Kapitalkonsolidierung

Für die Kapitalkonsolidierung werden die Aktiven und Passiven der Beteiligungen auf den Zeitpunkt der Übernahme nach gruppeneinheitlichen Grundsätzen bewertet (Purchase-Methode). Ein nach dieser Neubewertung verbleibender Mehr- oder Minderbetrag (Goodwill/Badwill) der Beteiligung wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Die konsolidierte Geldflussrechnung wird auf der Basis der konsolidierten Bilanz- und Erfolgsrechnung erstellt.

Währungsumrechnung

Jahresrechnungen von konsolidierten Gesellschaften in fremden Währungen werden wie folgt umgerechnet: Umlaufvermögen, Anlagevermögen und Fremdkapital zu Jahresendkursen (Stichtagskurs); Eigenkapital zu historischen Kursen. Die Erfolgsrechnung und die Geldflussrechnung werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral über das Eigenkapital verbucht. Die in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften enthaltenen Fremdwährungspositionen werden wie folgt umgerechnet: Fremdwährungstransaktionen zum Kurs am Transaktionstag (aktueller Kurs); am Jahresende werden Fremdwährungssalden erfolgswirksam zum Jahresendkurs (Stichtagskurs) umgerechnet. Die daraus entstehenden Kursdifferenzen sind in den Erfolgsrechnungen ausgewiesen.

  Erfolgsrechnung Durchschnittskurse Bilanz Jahresendkurse
2015 2014 31.12.2015 31.12.2014
1 EUR 1.0701 1.2127 1.0874 1.2024
1 USD 0.9664 0.9159 1.0010 0.9936
1 LTL 0.3099 0.3512 0.3149 0.3482
1 UYU 0.0356 n.a. 0.0346 n.a.
1 ZAR 0.0755 n.a. 0.0646 n.a.

Geldflussrechnung

Der Fonds «Flüssige Mittel» bildet die Grundlage für den Ausweis der Geldflussrechnung. Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit wird aufgrund der indirekten Methode berechnet.

Übersicht über Konzern- und assoziierte Gesellschaften


Konsolidierte Gesellschaften

Sitz

Funktion

Währung
 Kapital in Tausend
31.12.2015
Kapitalanteil
31.12.2015
Kapitalanteil
31.12.2014
HOCHDORF Holding AG 1 Hochdorf CH Holding CHF 14’348 100 % 100 %
HOCHDORF Swiss Nutrition AG Hochdorf CH Produktion CHF 30’000 100 % 100 %
HOCHDORF Swiss Milk AG 2 Hochdorf CH Handel CHF n.a. n.a. 100 %
HOCHDORF Nutrifood AG 2 Hochdorf CH Handel CHF n.a. n.a. 100 %
HOCHDORF Nutricare AG Hochdorf CH Handel CHF 1’200 100 % 100 %
HOCHDORF Baltic Milk UAB 3 Medeikiai LT Prod. u. Handel EUR 5’792 100 % 100 %
HOCHDORF Swiss Whey AG Hochdorf CH Mantelgesellschaft CHF 100 100 % 100 %
Schweiz. Milch-Gesellschaft AG Hochdorf CH Mantelgesellschaft CHF 100 100 % 100 %
HOCHDORF Deutschland GmbH 4 Siegburg DE Handel EUR 200 100 % 100 %
Marbacher Ölmühle GmbH 5 Marbach DE Prod. u. Handel EUR 2’000 100 % 100 %
Uckermärker Milch GmbH 6 Prenzlau DE Produktion EUR 10’000 60 % 60 %
HOCHDORF Americas Ltd 7 Montevideo UY Handel UYU 72 60 % n.a.
HOCHDORF South Africa Ltd 8 Cape Town ZA Produktion ZAR 500 90 % n.a.
  1. Kapitalerhöhung aus Wandlung der Wandelanleihe über CHF 44’840’000 entsprechend 363’838 neuen Aktien zu nom. CHF 10 = CHF 3’638’380.
    Anleihen über nominell CHF 280’000 wurden nicht gewandelt und am 28.12.2015 zu 100 % zurück bezahlt.
  2. Fusioniert per 1.1.2015 in die HOCHDORF Swiss Nutrition AG.
  3. Per 1.1.2015 Umstellung der Währung von Litas auf EUR zum fixen Umrechnungskurs von 1 EUR = 3.4528 LTL.
  4. Firma befindet sich in Liquidation.
  5. Kapitalerhöhung per 07.05.2015 auf EUR 2 Mio.
  6. Kapitalerhöhung per 25.03.2015 und per 21.10.2015 auf Total EUR 10 Mio.
  7. Gründung per 02.03.2015.
  8. Gründung per 18.05.2015.

Assoziierte Gesellschaften

Sitz

Funktion

Währung
 Kapital in Tausend
31.12.2015
Kapitalanteil
31.12.2015
Kapitalanteil
31.12.2014
Ostmilch Handels GmbH Bad Homburg DE Handel EUR 1’000 26 % 26 %
Ostmilch Handels GmbH & Co. Frischdienst Oberlausitz KG Schlegel DE Logistik EUR 51 26 % 26 %
Ostmilch Frischdienst Magdeburg GmbH 9 Meitzendorf DE Handel EUR 25 26 % 26 %
  1. Änderung der Rechtsform von KG in GmbH mit gleichzeitigem Namenswechsel und Anpassung Kapital.

Bewertungsgrundsätze

Allgemein

Die Rechnungslegung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Aktiven sind höchstens zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der notwendigen Wertberichtigungen bilanziert. Die Passiven werden zum Nominalwert bilanziert. Allen erkennbaren Verlustrisiken und Minderwerten wird durch Wertberichtigungen oder Rückstellungen Rechnung getragen. Aufwands- und Ertragsposten werden periodengerecht abgegrenzt.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten die Kassenbestände, Postcheck- und Bankguthaben. Sie werden zu Nominalwerten bilanziert.

Wertschriften ohne Beteiligungscharakter

Handelsübliche Wertschriften werden zum Kurswert des Bilanzstichtages eingesetzt. Die übrigen Wertschriften sind zum Anschaffungs- bzw. dem allenfalls tieferen Marktwert bilanziert.

Forderungen

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Warenvorräte

Die Bewertung von Rohmaterialien, Betriebs- und Hilfsstoffen erfolgt zu Einstandspreisen oder zum tieferen Marktwert. Die Halb- und Fertigfabrikate werden zu Herstellkosten, beinhaltend die direkten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Auf Waren mit geringem Lagerumschlag werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die dabei angewandten Wertberichtigungssätze betragen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe:

Lagerumschlag Wertberichtigung
unter 0,5 Mal 25.0 % der AHK
0,5 – 1 Mal 12.5 % der AHK
über 1 – 1,5 Mal  5.0 % der AHK
über 1,5 – 3 Mal   2.5 % der AHK
über 3 Mal  0 % der AHK

Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen, wenn im Berichtsjahr weiter Zukäufe desselben Rohstoffes stattgefunden haben.

Für Halb- und Fertigfabrikate betragen die angewandten Wertberichtigungssätze:

Lagerumschlag Wertberichtigung
unter 0,5 Mal 100 % der AHK
0,5 – 1 Mal  50 % der AHK
über 1 – 1,5 Mal  20 % der AHK
über 1,5 – 3 Mal   10 % der AHK
über 3 Mal  0 % der AHK

Die rechnerisch ermittelten Wertberichtigungen werden bei normaler Verkäuflichkeit resp. längerer Haltbarkeit, entsprechend angepasst. Davon unabhängig sind Vorräte, deren realisierbarer Veräusserungswert unter den Anschaffungs- oder Herstellkosten (AHK) liegt, nach dem «lower of cost or market»-Prinzip im Wert zu berichtigen. Bei der Bestimmung des realisierbaren Veräusserungswertes wird vom aktuellen Marktpreis auf dem Absatzmarkt ausgegangen. Von diesem werden die üblichen Erlösschmälerungen, Vertriebs- sowie noch anfallende Verwaltungsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Verbrauch wird nach dem MHD-Prinzip (Mindesthaltbarkeitsdatum) bemessen, d. h. Produkte mit dem kürzesten MHD werden als erstes verkauft.

Zwischengewinne auf gruppeninternen Warenbeständen werden, falls wesentlich, eliminiert.

Von Lieferanten gewährte Skonti (im Sinne eines Preisabschlages) werden als Anschaffungspreisminderung erfasst.

Aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungen

Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalwert bilanziert.

Wertbeeinträchtigung von Aktiven

An jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob Aktiven in ihrem Wert beeinträchtigt sind. Die Prüfung erfolgt aufgrund von Ereignissen und Anzeichen, die darauf hindeuten, dass eine Überbewertung der Buchwerte möglich erscheint. Ein Verlust aus Wertbeeinträchtigung wird erfolgswirksam verbucht, wenn der Buchwert eines Aktivums den erzielbaren Wert übersteigt. Als erzielbarer Wert gilt der höhere der beiden Werte Netto-Marktwert und Nutzwert.

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Abzug betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Dauerhafte Wertminderungen werden berücksichtigt. Die Abschreibungen erfolgen linear vom Anschaffungswert. Als Investitionen gelten alle Anschaffungen, welche den Wert von CHF 5’000 überschreiten. Projekte in Arbeit werden als Laufende Investitionsprojekte aktiviert und nicht abgeschrieben. Zinsaufwendungen für Anlagen im Bau werden nicht aktiviert.

Anlagegruppe Nutzungsdauer
Immobilien 15 – 65 Jahre
Geräte, Einrichtungen  5 – 25 Jahre
Maschinen, Apparate  5 – 25 Jahre
EDV, Kommunikation  5 – 10 Jahre
Fahrzeuge  5 – 10 Jahre
Immaterielle Anlagen  5 – 10 Jahre

Leasing

Anlagen aus Finanzierungs-Leasing werden aktiviert und die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten passiviert. Der Zins wird jeweils bei Amortisationen direkt dem Finanzaufwand belastet. Aufwendungen für Operating-Leasing werden direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen langfristig gehaltene Wertschriften, latente Steuerguthaben sowie Aktiven aus Vorsorgeeinrichtungen und Arbeitgeberbeitragsreserven und langfristige Forderungen gegenüber Dritten. Die Wertschriften werden zu Anschaffungswerten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bewertet.

Immaterielle Werte

Unter den immateriellen Werten werden Software, Patente und Lizenzen bilanziert. Diese werden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem tiefer angesetzten Nutzwert bilanziert. Sie werden über ihre betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Kurzfristiges/langfristiges Fremdkapital

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Nominalbetrag. Beim kurzfristigen Fremdkapital handelt es sich um Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten von weniger als 12 Monaten sowie um kurzfristige Abgrenzungspositionen. Die langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Finanzierungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Rückstellungen

Eine Rückstellung ist eine auf einem Ereignis vor dem Bilanzstichtag begründete wahrscheinliche Verpflichtung, deren Höhe und/oder Fälligkeit ungewiss, aber schätzbar ist. Diese Verpflichtung begründet eine Verbindlichkeit. Diese werden nach einheitlichen und gleich bleibenden betriebswirtschaftlichen Kriterien ermittelt.

Steuern

Die auf den steuerbaren Gewinnen der einzelnen Gesellschaften zahlbaren Ertragssteuern werden abgegrenzt. Ebenso werden die anfallenden Kapitalsteuern abgegrenzt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich mit den Steuersätzen, die bei der Erfüllung der zukünftigen Steuerschuld bzw. bei der Realisierung der zukünftigen Steuerforderung tatsächlich erwartet werden (Liability Method). Negative Bewertungsdifferenzen, die zu aktiven Steuerguthaben führen könnten, bestehen keine. Verrechenbare Steuerguthaben aus Verlustvorträgen werden aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft durch genügend steuerliche Gewinne realisiert werden können. Die Erfassung der Kapitalsteuern erfolgt im Betriebsaufwand.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungs- und Zinssatzrisiken werden bei der HOCHDORF-Gruppe derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sie werden in der Bilanz erfasst, wenn sie die Definition eines Aktivums oder einer Verbindlichkeit erfüllen. Die Instrumente werden im Anhang offengelegt.

Personalvorsorge

Die Vorsorgeverpflichtungen der HOCHDORF Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften in der Schweiz sind in der voll autonomen Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe geregelt. Bei dem Vorsorgewerk liegt nach Swiss GAAP FER 16 eine Beitragsorientierung vor. Die aus der Personalvorsorge entstehenden Kosten werden periodengerecht der Erfolgsrechnung belastet. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen von Vorsorgeplänen auf das Unternehmen werden auf den Bilanzstichtag berechnet. Ein wirtschaftlicher Nutzen wird aktiviert, wenn dieser für künftige Vorsorgeaufwendungen der Gesellschaft verwendet wird. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, wenn die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind.

Arbeitnehmende und ehemalige Arbeitnehmende erhalten verschiedene Personalvorsorgeleistungen bzw. Altersrenten, welche in Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorschriften der jeweiligen Länder ausgerichtet werden.

Nettoumsatz- und Ertragsrealisation

Der Nettoumsatz beinhaltet alle fakturierten Warenverkäufe an Dritte. Umsätze gelten bei Lieferung beziehungsweise Leistungserfüllung als realisiert.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden vollumfänglich der Erfolgsrechnung belastet. Diese Kosten sind in den Positionen Personalaufwand und übriger Betriebsaufwand enthalten.

Eventualverpflichtungen

Eventualverpflichtungen werden am Bilanzstichtag bewertet. Falls ein Mittelabfluss ohne nutzbaren Mittelzufluss wahrscheinlich ist, wird eine Rückstellung gebildet.

Transaktionen mit Nahestehenden

Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt. Als nahe stehende Person (natürliche oder juristische) wird betrachtet, wer direkt oder indirekt einen bedeutenden Einfluss auf finanzielle oder operative Entscheidungen der Organisation ausüben kann. Organisationen, welche direkt oder indirekt ihrerseits von denselben nahe stehenden Personen beherrscht werden, gelten ebenfalls als nahe stehend.

Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz

Die einzelnen Bilanzpositionen sind mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises durch die Gründung der HOCHDORF South Africa Ltd und der HOCHDORF America's Ltd sind unwesentlich.

1. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:

TCHF 2015 2014
Kasse 7 14
Postcheckguthaben 8’477 300
Bankguthaben 34’362 45’743
Kurzfristige Geldanlagen 177 323
Total 43’023 46’380

2. Forderungen

TCHF 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte 49’213 59’803
./. Delkredere –194 –182
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Nahestehende 2’600 2’344
Sonstige Forderungen 4’121 4’882
Total 55’740 66’847

Aufgrund der Diversifizierung besteht keine Konzentration des Kreditrisikos in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen resultieren mehrheitlich aus Guthaben gegenüber den Sozialwerken sowie gegenüber staatlichen Stellen (Mehrwertsteuer, Oberzolldirektion).

3. Vorräte

TCHF 2015 2014
Rohstoffe, Verpackungsmaterial, Betriebsmaterial 10’244 9’048
Halb- und Fertigfabrikate, Handelswaren 38’223 38’150
Heizöl 513 690
Total 48’980 47’888

4. Aktive Rechnungsabgrenzungen

TCHF 2015 2014
Stand 31. Dezember 10’310 5’999

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen setzen sich zusammen aus noch nicht erhaltenen Erträgen sowie aus vorausbezahlten Aufwendungen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert primär aus den noch offenen Abrechnungen «Schoggigesetz» welche zudem aufgrund der grösseren Preisdifferenzen im Markt höher ausfallen als im Vorjahr.

5. Sachanlagen

TCHF Immobilien 1 Geräte, Lagereinrichtungen, Feste Einrichtungen Maschinen, Apparate Produktion, Mobiliar Büromaschinen,
EDV-Anlagen, Kommunikation, Einrichtungen
Fahrzeuge Laufende Investitons-projekte 2 Total
Nettobuchwert 1.1.2014 33’644 22’936 41’301 6’432 1’251 1’450 107’014
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2014 89’108 42’399 103’268 17’835 2’129 1’450 256’189
Änderung Konsolidierungskreis 4 48’984 8’835 24’453 382 312 222 83’188
Zugänge 0 0 0 0 0 17’076 17’076
Abgänge 0 –41 –100 –2’385 –376 0 –2’902
Umbuchungen 3 590 1’966 1’545 831 419 –4’863 488
Währungseinflüsse –40 –40 –78 –1 –17 –1 –177
Stand 31.12.2014 138’642 53’119 129’088 16’662 2’467 13’884 353’862
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2014 55’464 19’463 61’967 11’403 878 0 149’175
Änderung Konsolidierungskreis 4 20’133 6’886 20’492 101 114 0 47’726
Abgänge 0 –36 –100 –1’821 –216 0 –2’173
Abschreibungen 1’212 1’732 2’429 1’115 293 0 6’781
Währungseinflüsse –7 –14 –25 –1 –7 0 –54
Stand 31.12.2014 76’802 28’031 84’763 10’797 1’062 0 201’455
 
Nettobuchwert 31.12.2014 61’840 25’088 44’325 5’865 1’405 13’884 152’407
 
Nettobuchwert 1.1.2015 61’840 25’088 44’325 5’865 1’405 13’884 152’407
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2015 138’642 53’119 129’088 16’662 2’467 13’884 353’862
Zugänge 0 0 259 0 31 31’091 31’381
Abgänge  0 –38 –292 –27 –130 0 –487
Umbuchungen 3 15’596 4’652 15’117 1’334 180 –36’879 0
Währungseinflüsse –4’881 –1’035 –2’727 –40 –122 20 –8’786
Stand 31.12.2015 149’357 56’698 141’445 17’929 2’426 8’115 375’970
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2015 76’802 28’031 84’763 10’797 1’062 0 201’455
Abgänge  0 –19 –286 –9 –56 0 –370
Abschreibungen  2’093 2’271 4’108 1’192 308 0 9’972
Währungseinflüsse –1’949 –720 –2’074 –12 –46 0 –4’801
Stand 31.12.2015 76’946 29’563 86’511 11’968 1’268 0 206’256
 
Nettobuchwert 31.12.2015 72’411 27’135 54’934 5’961 1’158 8’115 169’714
  1. Die Gruppe verfügt über freie Landparzellen in Litauen. Der Wert beläuft sich auf umgerechnet TCHF 157.
  2. Bei den laufenden Investitionsprojekten handelt es sich um Anlagen im Bau.
  3. Neuanschaffungen werden mit Projektnummern unter Laufende Investitionsprojekte als Zugang verbucht. Nach Inbetriebnahme erfolgt die Umbuchung vom Konto Laufende Investitionsprojekte auf das entsprechende Sachanlagekonto. Dabei wird entschieden, welche Anschaffungskosten aktiviert oder über die Erfolgsrechnung verbucht werden.
  4. Im Zusammenhang mit dem Kauf der Beteiligungen Marbacher Ölmühle GmbH und Uckermärker Milch GmbH.

Davon Anlagen in Finanzierungsleasing

 TCHF Total Offene Raten
Nettobuchwert 1.1.2015 523 475
   
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2015 601 475
Zugänge 9’353 9’353
Abgänge Ratenzahlungen 0 –866
Währungseinflüsse –54 –44
Stand 31.12.2015 9’900 8’918
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2015 78 0
Abschreibungen 279 0
Währungseinflüsse –5 0
Stand 31.12.2015 352 0
 
Nettobuchwert 31.12.2015 9’548 8’918

6. Assoziierte Gesellschaften

Assoziierte Gesellschaften Sitz Funktion Währung   Kapital in
Tausend
31.12.2015
Beteiligung   31.12.2015
TCHF
Kapitalanteil   31.12.2014
TCHF
Ostmilch Handels GmbH Bad Homburg DE Handel EUR 1’000 2’291 2’018
Ostmilch Handels GmbH & Co. Frischdienst Oberlausitz KG Schlegel DE Logistik EUR 51 38 16
Ostmilch Frischdienst Magdeburg GmbH Meitzendorf DE Handel EUR 25 48 8
2’377 2’042

7. Finanzanlagen

TCHF 2015 2014
Wertschriften 30 30
Latente Steuerguthaben 544 411
Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven 7’726 7’556
Total 8’300 7’997

Die latenten Steuerguthaben resultieren aus in der Steuerbilanz vorhandenen Verlustvorträgen.

Steuerliche Verlustvorträge nach Verfall

TCHF 2015 2014
2019 0 27
2020 0 115
2021 0 42
2022 und später 1’420 0
Total 1’420 184

Die im 2014 für HOCHDORF Deutschland GmbH ausgewiesenen Verlustvorträge über TCHF 184 sind nicht mehr verrechenbar, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet und keine Erträge mehr erzielt.

Vorsorgeeinrichtungen

TCHF
Arbeitgeberbeitragsreserve
Nominalwert
31.12.2015
Verwendungsverzicht
31.12.2015
Bilanz
31.12.2015
Bildung/Verwendung
pro 2015
Bilanz
31.12.2014
Ergebnis aus AGBR
im Personalaufwand
2015 2014
Pensionskasse HGR 7’726 0 7’726 170 7’556 0 0

Die Verbuchung der Verzinsung der Arbeitgeberbeitragsreserve durch die Vorsorgeeinrichtung erfolgt als Gutschrift im Finanzertrag. Im 2015 wurden die Arbeitgeberbeitragsreserven mit 2.25 % (VJ 2.25 %) verzinst.

TCHF
Wirtschaftlicher Nutzen/Wirtschaftliche Verpflichtung
und Vorsorgeaufwand
 Über-/Unterdeckung  Wirtschaftlicher Anteil der Organisation Veränderung zum Vorjahr Auf die Periode abgegrenzte Beträge Vorsorgeaufwand im Personalaufwand
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
Pensionskasse HGR 12’374 0 0 0 305 1’771 1’644

8. Immaterielle Vermögenswerte 1

TCHF Software Total
Nettobuchwert 1.1.2014 732 732
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2014 5’585 5’585
Veränderung Konsolidierungskreis 501 501
Zugänge 1’338 1’338
Abgänge –5’497 –5’497
Stand 31.12.2014 1’927 1’927
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2014 4’853 4’853
Veränderung Konsolidierungskreis 248 248
Abgänge –5’122 –5’122
Abschreibungen 400 400
Stand 31.12.2014 378 378
Nettobuchwert 31.12.2014 1’549 1’549
 
Nettobuchwert 1.1.2015 1’549 1’549
 
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2015 1’927 1’927
Zugänge 761 761
Währungseinflüsse –45 –45
Stand 31.12.2015 2’643 2’643
 
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand 1.1.2015 378 378
Abschreibungen 337 337
Währungseinflüsse –23 –23
Stand 31.12.2015 692 692
 
Nettobuchwert 31.12.2015 1’951 1’951
  1. Bei den Immateriellen Werten handelt es sich ausschliesslich um erworbene Werte. Eigene Markennamen und Lizenzen sind zum Bilanzstichtag nicht bewertet und nicht bilanziert.

9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TCHF 2015 2014
Gegenüber Dritten 51’466 66’712
Gegenüber Nahestehenden 1   1’406 280
Total 52’872 66’992
  1. Die Nahestehenden beinhalten assoziierte Gesellschaften und weitere Nahestehende.

10. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

TCHF 2015 2014
Übrige Finanzverbindlichkeiten  24 52
Leasingverbindlichkeiten 1’901 99
Bankkredite 1   0 47’091
Total 1’925 47’242
  1. Davon Umgliederung Konsortialkredit im 2014 über CHF 40 Millionen mit Fälligkeit per 30.09.2015; wird in der Bilanz in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gezeigt. Der Konsortialkredit wurde im 2015 erneuert, mit einer Laufzeit von 5 Jahren mit einer Verlängerungsmöglichkeit um 2 Jahre.

11. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

TCHF 2015 2014
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 8’998 2’637
Mehrzeit Mitarbeitende 219 234
Ferienguthaben Mitarbeitende 493 501
Lohnkonten (Lohnzahlungen, Erfolgsbeteiligung, AHV, SUVA, KK u. a.) 3’685 2’516
Staatliche Stellen (Steuern, Quellensteuern) 678 187
Total 14’073 6’075

Die «Anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten» beinhalten insbesondere den Fonds «Schoggigesetz». Dieser Fonds wird geäufnet aus Abgaben, welche pro Liter angelieferter Milch erhoben werden. Der Fonds dient zum Ausgleich von allfälligen Lücken aus dem «Schoggigesetz»-Kredit des Bundes. Die Abrechnung erfolgt auf Jahresbasis. Nicht verwendete Gelder werden an die Milchlieferanten zurückerstattet.

12. Passive Rechnungsabgrenzungen

TCHF 2015 2014
Stand 31. Dezember  5’095 10’217

Die Passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit Rückvergütungen und Provisionen an Kunden («Schoggigesetz») sowie noch nicht erhaltenen Rechnungen für Wareneingänge und übrige Lieferantenleistungen (Energie, Wasser, Transporte) sowie die Abgrenzung der Zinsen für die Wandelanleihe. Im Vergleich zum Vorjahr mussten insbesondere beim «Schoggigesetz» aufgrund erfolgter Teil-Abrechnungen weniger Abgrenzungen vorgenommen werden.

13. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

TCHF 2015 2014
Hypotheken, Darlehen 1 425 471
Leasingverbindlichkeiten 7’017 376
Bankkredite 55’000 0
Wandelanleihe 3 % vom 30.05.2011 bis 30.05.2016 2 0 45’120
Total 62’442 45’967
  1. Darlehensverpflichtung gegenüber einem ehemaligen Gesellschafter der Marbacher Ölmühle GmbH.
  2. Wandelanleihe nominell CHF 50 Millionen; vom 30.05.2011 – 30.05.2016; Zinssatz 3 % für die gesamte Laufzeit; Wandelpreis CHF 123.10; Valorennummer 12’931’421; ISIN CH0129314214; die Anleihe wurde vorzeitig auf den 28.12.2015 hin gekündigt. Die Anleihe wurde vollständig gewandelt bis auf CHF 280’000 welche am 28.12.2015 zu 100 % zurückbezahlt wurden.

Fristigkeiten und Zinssätze (langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten)

Position Buchwert
(CHF 1’000)
Fälligkeit Zinssatz
Konsortialkredit 55’000 30.06.2020 von 0.60 % bis 2.50 %
Darlehen Geiger 425 >2019 von 2.02 % bis 3.83 %
Leasing kurzfristig 1’901 2016 von 1.85 % bis 5.34 %
Leasing langfristig 7’017 2018/2020 von 1.85 % bis 5.34 %
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 24 2016 von 6.39 % bis 7.97 %
Total 64’367

Die Finanzverbindlichkeiten werden zum Nominalwert erfasst und bewertet.

14. Rückstellungen

TCHF
Entwicklung der Rückstellungen
kurzfristige Rückstellungen Schadenfälle Latente
Steuerrückstellungen
Total
Stand 31.12.2013 0 600 4’375 4’975
Veränderung Konsolidierungskreis 1   533 1’204 5’201 6’938
Bildung erfolgswirksam 0 2’273 923 3’196
Verwendung 0 –2’423 0 –2’423
Auflösung 0 –450 –773 –1’223
Währungsdifferenzen 0 0 –14 –14
Stand 31.12.2014 533 1’204 9’712 11’449
Bildung erfolgswirksam 0 61 1’953 2’014
Verwendung –533 –839 0 –1’372
Auflösung 0 –190 –2 –192
Währungsdifferenzen 0 –131 –568 –699
Stand 31.12.2015 0 105 11’095 11’200
  1. Zugang der Beteiligungen Uckermärker Milch GmbH und Marbacher Ölmühle GmbH.

Im Jahr 2015 wurde insbesondere die bei der Uckermärker Milch GmbH im 2014 gebildete Rückstellung Schadenfälle für «Drohverluste» auf Warenverkäufen durch Realisierung der Verkäufe im 2015 verwendet.

Erläuterungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung

Die nachstehenden Erläuterungen erfolgen in Ergänzung zu der in Form des Gesamtkostenverfahrens (Produktionserfolgsrechnung) gegliederten Erfolgsrechnung.

Die Zunahme in den einzelnen Erfolgspositionen resultiert hauptsächlich aus dem erstmaligen Einbezug der Werte der Marbacher Ölmühle GmbH und der Uckermärker Milch GmbH, welche per 31.12.2014 bilanzmässig konsolidiert wurden. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist deshalb nur bedingt gegeben.

15. Erlös aus Lieferungen und Leistungen

Nach Warengruppen

TCHF 2015   2014  
Milchprodukte/Rahm 225’290 40.91 % 90’012 21.00 %
Milchpulver 190’062 34.52 % 211’334 49.33 %
Babynahrung 110’217 20.01 % 109’846 25.64 %
Spezialitäten/Weizenkeime 12’061 2.19 % 5’565 1.30 %
Back-/Süsswaren 6’260 1.14 % 6’962 1.63 %
Übrige Produkte/Dienstleistungen 6’765 1.23 % 4’720 1.10 %
Total 550’655 100.00 % 428’439 100.00 %

Nach Regionen

TCHF 2015   2014  
Schweiz/Liechtenstein 210’302 38.19 % 245’674 57.34 %
Europa 243’255 44.18 % 87’170 20.35 %
Asien 23’611 4.29 % 27’001 6.30 %
Naher Osten/Afrika 62’438 11.34 % 61’628 14.38 %
USA/Kanada 0 0.00 % 1 0.00 %
Amerika, übriges 1’560 0.28 % 709 0.17 %
Übrige 9’489 1.72 % 6’256 1.46 %
Total 550’655 100.00 % 428’439 100.00 %

Die Umsätze mit Übrigen umfassen Lieferungen an Kunden, welche die Ware ihrerseits exportieren, wobei das Bestimmungsland nicht separat erfasst wird.

Auf die Darstellung der Segments-Ergebnisse gemäss Swiss GAAP FER 31/8 wird als Folge möglicher Wettbewerbsnachteile gegenüber nicht kotierten und grösseren kotierten Konkurrenten, Kunden und Lieferanten verzichtet. Der Milchmarkt Schweiz ist ein kleiner und enger Markt mit wenigen massgebenden Firmen und Anbietern. Die Anbieterseite (Milchproduzenten) ist begrenzt auf die einzelnen Milch-Produzenten-Organisationen. Auf Verarbeiterseite wird der Markt neben den Käsereien von vier grossen Molkereien geprägt. Auf Kundenseite dominiert das Segment der Schokoladenindustrie mit ebenfalls wenigen grossen Verarbeitern. Im Bereich Babynahrung (auf Basis Milch) produziert neben der HOCHDORF-Gruppe nur noch eine Firma Babynahrung für den schweizerischen und den internationalen Markt.

16. Übriger Ertrag

TCHF20152014
Diverser übriger Ertrag553250
Total553250

Der diverse übrige Ertrag beinhaltet als grössere Positionen die Privatanteile Mitarbeitende für die Nutzung der Fahrzeuge sowie die Vermietung von Büro- und Produktionsräumlichkeiten.

17. Erlösminderungen

TCHF 2015 2014
Skonti, Delkredere, Debitorenverluste1   –294 –108
Rückvergütungen («Schoggigesetz»), Rabatte  –6’719 –7’841
Diverse Erlösminderungen 2   46 –137
Total –6’967 –8’086
  1. Im Berichtsjahr mussten keine wesentlichen Debitorenverluste realisiert werden.
  2. Die diversen Erlösminderungen beinhalten einzelne Schadenfälle aus Lieferungen und Leistungen. Der Saldo ist netto dargestellt, da auch Auflösungen von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen über das Konto Schadenfälle erfolgen.

18. Personalaufwand

TCHF 2015 2014
Löhne –37’561 –28’897
Sozialleistungen –5’845 –4’372
Personalnebenkosten inkl. Temporärpersonal –2’821 –1’533
Total –46’227 –34’802

19. Übriger Betriebsaufwand

TCHF 2015 2014
Raumaufwand (inkl. Lagermieten) –4’754 –3’326
Unterhalt, Reparaturen –7’895 –6’164
Fahrzeug- und Transportaufwand –7’226 –7’801
Versicherungen, Gebühren, Abgaben –1’308 –1’121
Energie- und Entsorgungsaufwand –18’066 –13’722
Verwaltungs- und Informatikaufwand –4’722 –3’127
Werbeaufwand inkl. Provisionen an Kunden –4’687 –4’161
Diverser übriger Betriebsaufwand –4’800 –3’778
Total –53’458 –43’200

20. Finanzergebnis

TCHF 2015 2014
Erträge aus flüssigen Mitteln 1 17
Erträge aus Beteiligungen und Finanzanlagen inkl. Assoziierte 723 2’169
Wertberichtigung aus Finanzanlagen 19 11
Total Finanzertrag 743 2’197
 
Zinsaufwand –1’834 –2’334
Depotgebühren, Gebühren Anleihe –29 –51
Kursverluste –3’776 –65
Total Finanzaufwand –5’639 –2’450
Total –4’896 –253

Im 2014 ist im Ertrag aus Finanzanlagen ein Gewinn aus einer Schuldübernahme im Betrag von CHF 1.99 Mio. enthalten.

21. Betriebsfremdes Ergebnis

TCHF20152014
Unterhalt betriebsfremde Liegenschaft–40–26
Total–40–26

Bei den betriebsfremden Liegenschaften handelt es sich um ein Baurecht im Tanklager Rothenburg sowie um eine Stockwerkeigentümergemeinschaft Parkdeck Bahnhof Hochdorf.

22. Ausserordentliches Ergebnis

TCHF 2015 2014
Erfolg aus Veräusserung von betrieblichem Anlagevermögen –6 –68
Ausserordentlicher Aufwand –66 –1’819
Total –72 –1’887

Im ausserordentlichen Aufwand 2014 ist die Nettozahlung aus einem verlorenen Schadenfall mit einem Kunden aus China enthalten.

23. Steuern

TCHF 2015 2014
Laufende Ertragssteuern    
Steuern auf betrieblichem Ergebnis  –679 –942
     
Latente Ertragssteuern    
Nettoveränderung aktive und passive latente Steuern –1’434 –769
Total –2’113 –1’711

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich mit den Steuersätzen, die bei der Erfüllung der zukünftigen Steuerschuld bzw. bei der Realisierung der zukünftigen Steuerforderung tatsächlich erwartet werden (Liability Method). Für Firmen mit ausschliesslichem Standort im Kanton Luzern beträgt der Steuersatz 12 %, für die HOCHDORF Swiss Nutrition AG mit der Betriebsstätte im Kanton Thurgau 15 %. Für die Tochterfirma in Litauen gelangen 15 % zur Anwendung, für die Tochterfirmen in Deutschland, Uruguay und Südafrika 25 %.
Der gewichtete durchschnittliche Steuersatz bezieht sich auf das ordentliche Ergebnis der Gruppe und beläuft sich auf 13.96 % (VJ 9.58 %). Unter Einbezug des positiven Steuereffektes von TCHF 756 im 2014 aufgrund der Verrechnung nicht bilanzierter Verlustvorträge ergibt sich für 2014 ein gewichteter durchschnittlicher Steuersatz der Gruppe von 13.82 %.
Die Kapitalsteuern werden separat im Betriebsaufwand verbucht. Die Jahre 2014 und früher sind für die CH-Firmen definitiv veranlagt. Die Firmen in Deutschland und Litauen sind provisorisch veranlagt.

24. Unternehmensergebnis pro Aktie

Unternehmensergebnis pro Aktie, unverwässert

2015 2014
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand 1’152’439 924’700
Unternehmensergebnis vor Minderheiten 13’521’507 16’138’523
Unternehmensergebnis pro Aktie in CHF, unverwässert 11.73 17.45

Für die Ermittlung des Unternehmensergebnisses pro Aktie wird das den Aktionären der HOCHDORF-Gruppe zustehende Unternehmensergebnis durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl ausstehender Aktien dividiert. Die gehaltenen eigenen Aktien werden dabei nicht in die Berechnung der durchschnittlich ausstehenden Aktien einbezogen. Der gewichtete Aktienbestand ergibt sich aus der Summe von allen Transaktionen im Berichtsjahr sowie aus dem Zugang durch Bildung von neuen Namenaktien aus Wandlung der Wandelanleihe.

Unternehmensergebnis pro Aktie, verwässert

2015 2014
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand, unverwässert 1’152’439 924’700
Verwässerungseffekt Wandelanleihe 1   0 364’459
Durchschnittlicher gewichteter Aktienbestand, verwässert 1’152’439 1’289’159
 
Unternehmensergebnis vor Minderheiten  13’521’507 16’138’523
Zins Wandelanleihe 3 % auf CHF 45.12 Mio. 0 1’353’600
Steuereffekt 12 % (Zins Wandelanleihe*0.12/1.12) 0 –145’029
Unternehmensergebnis vor Minderheiten, verwässert 13’521’507 17’347’094
Unternehmensergebnis pro Aktie in CHF, verwässert 11.73 13.46
  1. Die Verwässerung wird berechnet aus der Wandelanleihe über CHF 50 Mio. und dem Wandelpreis von ursprünglich CHF 124.00 woraus maximal 403’226 neue Aktien generiert werden. Aufgrund der Dividendenerhöhung im 2014 von CHF 3.00 auf CHF 3.20 reduzierte sich der Ausübungspreis der Wandelanleihe auf CHF 123.80. Durch die Erhöhung der Dividendenausschüttung im 2015 reduzierte sich der Ausübungspreis auf CHF 123.10. Die Wandelanleihe wurde auf den 28.12.2015 vorzeitig gekündigt. Die Anleihe wurde bis auf CHF 280’000 vollständig gewandelt. Der Restbetrag wurde am 28.12.2015 zu 100 % zurück bezahlt.

25. Eigene Aktien

Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe

  2015
Anzahl
2014
Anzahl
Namenaktien HOCHDORF Holding AG 25’000 25’000
Total 25’000 25’000

Transaktionen mit Eigenen Aktien

  2015 2014
Bestand 1.1. in Stück 5’143 307
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF 136.75 96.68
Käufe in Stück 44’708 53’753
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF 148.04 125.00
Verkäufe in Stück –25’851 –48’917
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF 140.54 126.92
     
Bestand 31.12. in Stück 24’000 5’143
Zum Durchschnittspreis pro Aktie von CHF 157.51 136.75

Weitere Anmerkungen

Offene derivative Finanzinstrumente

WährungsinstrumenteWertveränderungen2015
Aktive Werte
2015
Passive Werte
 ZweckWertveränderung2014
Aktive Werte
2014
Passive Werte
 Zweck
Zinsswaps3100Absicherung00–31Absicherung
Devisentermingeschäfte–1200–120Absicherung
Total aktive und passive Werte–890–12000–31

Derivative Finanzinstrumente, welche die Definition von Aktiven und Passiven nicht erfüllen, werden in der Bilanz nicht erfasst. Per Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte, welche von der Fälligkeit her alle das Jahr 2016 betreffen.

Verpfändete Aktiven

TCHF 2015 2014
Immobilien / Grundpfandrechte  0 5’338
Total 0 5’338

Leasingverpflichtungen

TCHF20152014
Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen54154
Total54154

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen

TCHF20152014
Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe305280
Total305280

Mit Eigenkapital verrechneter Goodwill

Anschaffungskosten

TCHF 2015 2014
Stand 1. Januar 3’088 0
Zugänge 0 3’088
Stand 31. Dezember 3’088 3’088

Abschreibungen kumuliert

TCHF 2015 2014
Stand 1. Januar –382 0
Zugänge –617 –382
Stand 31. Dezember –999 –382
     
Theoretischer Wert 31. Dezember 2’089 2’706

Im Vorjahr resultierte aus den verschiedenen Beteiligungserwerben insgesamt ein Goodwill über TCHF 3’088. Der Ausweis basiert auf einer linearen Abschreibung über 5 Jahre (pro rata).

Die Auswirkungen einer theoretischen Aktivierung auf Erfolgsrechnung und Bilanz sind in den folgenden Tabellen dargestellt.

TCHF 2015 2014
Unternehmensergebnis Konzern 13’024 16’139
Abschreibungen Goodwill –617 –382
Theoretisches Unternehmensergebnis 12’407 15’757
     
TCHF 2015 2014
Eigenkapital 192’788 143’168
Theoretischer Wert Goodwill  2’089 2’706
Theoretisches Eigenkapital 194’877 145’874

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften

Die geschäftlichen Transaktionen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften basieren auf handelsüblichen Vertragsformen und Konditionen. Sämtliche Transaktionen sind in den konsolidierten Jahresrechnungen 2015 und 2014 enthalten. Es handelt sich um Waren und Rohstofflieferungen sowie Dienstleistungen von und an nahestehende Gesellschaften.

Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften

TCHF 2015 2014
Nettoumsatz 81’988 0
Warenaufwand –53’799 0
Dienstleistungsertrag 23 0
Dienstleistungsaufwand –544 0
Finanzertrag 5 0
Finanzaufwand –33 0

Transaktionen mit nahestehenden Gesellschaften

TCHF 2015 2014
Nettoumsatz 11’064 13’777
Warenaufwand –576 –594
Dienstleistungsertrag 32 23
Dienstleistungsaufwand 1   –1’771 –1’644
Finanzertrag 32 6
Finanzaufwand –12 –3
  1. Im Dienstleistungsaufwand sind die Arbeitgeberbeiträge für die Mitarbeitenden enthalten, welche durch die nahestehende Pensionskasse der HOCHDORF-Gruppe abgerechnet werden.

Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

Risikobericht

Risikomanagement und Risikopolitik

Unternehmertum ist zwangsläufig mit Chancen und Risiken verbunden. Die HOCHDORF-Gruppe als zunehmend europa- und weltweit agierendes Unternehmen hat dies seit mehr als 120 Jahren erfolgreich praktiziert. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftspotenziale, aber auch um frühzeitig die vorhandenen Risiken zu erkennen und zu managen, müssen Führungs- und Planungssysteme laufend verbessert werden. Deshalb haben wir bereits Ende der 90er Jahre damit begonnen, uns systematisch und strukturiert mit dem Thema Risikomanagement auseinanderzusetzen. Im Jahr 2007 wurde ein professionelles Risikomanagement-System eingeführt.

Es existiert eine eigens dafür designierte Stelle, die direkt der Geschäftsführung Bericht erstattet. Der Bereich Risikomanagement verfügt über die entsprechende Methodenkompetenz und pflegt alle organisatorischen Regelungen, wie Risikopolitik und Risikostrategie, als auch sämtliche Prozessbeschreibungen. Für übergeordnete Belange werden bei Bedarf Risiko-Komitees eingesetzt, die Spezialfragen mit entsprechender Fach- und Entscheidungskompetenz behandeln können. Risikomanagement ist ein wichtiger Pfeiler zum Schutz und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Das Risikobewusstsein der Führungskräfte und Mitarbeiter wird durch jährliche Risikobeurteilungen geschärft.

Die Risikobeurteilung umfasst sämtliche Geschäftsprozesse. Zu folgenden Bereichen wird berichtet:

  • Strategische Risiken (Risiken aus der Entwicklung und Lage der Gesellschaft)
  • Marktrisiken (Absatzmarktrisiken)
  • Finanzmarktrisiken (Investitions- und Finanzierungsrisiken)
  • Politische/rechtliche Risiken Organisation und Führung
  • Leistungsrisiken (Risiken aus der Produktion und Beschaffung sowie Forschung und Entwicklung)

Risikobeurteilung

Unsere Strategie ist es, nachhaltig profitables Wachstum zu generieren. Die strategischen Risiken sind eng mit dem Hauptgeschäftsfeld, dem Milchmarkt und dem Rohstoff Milch, verbunden. Die Analysen haben gezeigt, dass das dargelegte Kompetenzprofil eine gesunde Basis zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen sowie internen Stärken zeigt, die sowohl das Erreichen der strategischen Ziele als auch die Zukunftsfähigkeit im Betrachtungszeitraum uneingeschränkt ermöglichen. Strategische Partnerschaften unterstützen die strategische Positionierung. Handlungsalternativen im Rahmen der Risikostrategie wurden definiert sowie gezielte Massnahmen zu den identifizierten Risiken aufgenommen.

In unseren Märkten für Produkte mit Milch-Inhaltsstoffen, Veredelung zu funktionellen Pulvern, Kindernährmittel, Produkte für Bäckereibetriebe sowie schonend gepresste Weizenkeime ergeben sich die wesentlichen Marktrisiken aus «Umsatzschwankungen» sowie «Materialkostenschwankungen». Basis der Untersuchung sind z. B. Markttrendanalysen, Bestimmen der Marktattraktivität sowie die Wettbewerbssituation. Schwerpunkte der Analyse beziehen sich auf Absatz- und Beschaffungsmärkte.

Die Analyse der Finanzperspektive erfolgt auf Basis von Vergleichsdaten von Ratingagenturen. Wir können aus finanzieller Perspektive als gesunde Unternehmensgruppe bezeichnet werden. Wie bei allen ähnlich strukturierten Unternehmen sind im Bereich der Finanzmarktrisiken explizit «Wertschwankungen aus Beteiligungen», «Investitionsrisiken» sowie «Forderungsverluste» und «Währungsschwankungen» zu nennen.

Die Untersuchungsbereiche zu den politisch/rechtlichen als auch organisatorischen Risiken zeigen ebenfalls ein gemischtes Bild. Es bestehen Chancen und Risiken aus politischen Veränderungen sowie aus den politischen Rahmenbedingungen (CH, EU, WTO) und der Öffnung des Milchmarktes. Risiken aus der Produkthaftung begegnen wir mit Qualitätssicherung und organisatorischen Massnahmen wie auch einer entsprechenden Produkthaftpflichtversicherung. Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen werden durch entsprechende Rechtskompetenz minimiert.

Die Risiken der Leistungserstellung sind weitgehend beherrscht und unter Berücksichtigung kaufmännischer Prinzipien sinnvoll gesteuert. Zu den Risiken aus Betriebsunterbrechung wird regelmässig ein Gutachten erstellt. Notfallplanungen sind vorhanden und werden laufend aktualisiert. Hierzu gehören auch Einschätzungen in Bezug auf interne und externe Wechselwirkungen wie Kapazitätsverteilungen sowie Lieferantenbeurteilungen.

Gesamtrisikoposition

Die Risiken werden quantitativ bewertet und mittels statistischer Verfahren im Zusammenwirken dargestellt. Daraus können der Eigenkapital-, Liquiditäts- und Kreditbedarf abgeleitet und mit den vorhanden Mitteln und der Substanz verglichen werden. Die Ergebnisse zeigen sowohl auf Basis traditioneller Ratinganalysen als auch auf modernen Verfahren für das Planjahr 2016 gute Werte, die mit hoher Bonitätsstufe vergleichbarer Unternehmen gleichgesetzt werden können.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag und bis zur Verabschiedung der Konzernrechnung durch den Verwaltungsrat sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der Jahresrechnung 2015 beeinträchtigen könnten bzw. an dieser Stelle offengelegt werden müssten.

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in der vorliegenden Form durch den Verwaltungsrat, in seiner Sitzung vom 18. März 2016, genehmigt.